Schlagwort: Vertrag

Der Vertrag von Versailles ist auf einer Lüge aufgebaut, auf der Lüge von Deutschlands alleiniger Schuld am Weltkriege.

„.. dass die Verbandsmächte gleichfalls den Wunsch haben, an Stelle des Krieges, in den sie verwickelt sind und der in der Kriegserklärung Oesterreich-Ungams an Serbien, in den Kriegserklärungen Deutschlands an Russland und Frankreich sowie in dem Einfall in Belgien seinen Ursprung hat, einen festen, gerechten und dauerhaften Frieden treten zu lassen.“

Dieses verlogene Schuldbekenntnis ist dem vorher wehrlos gemachten Deutschland abgerungen worden; die Alliierten setzten dem gefesselten, geknebelten, ohnmächtigen Deutschland das Schwert auf’s Herz — es ging um die Ehre oder das Leben. Deutschlands Volksvertreter in Weimar wählten das Leben, weil nur der Lebende zu seinem Recht und wieder zu Ehren kommen kann.

Mit dem gewaltsam abgezwungenen Schuldbekenntnis legten die Alliierten die Kriegsschuld fest, der Friedensvertrag ruht auf dieser Vergewaltigung und Lüge: er ist das Strafurteil für den Schuldigen. Und wie die Schuld eine Lüge, so ist das Urteil eine Lüge … sie versprachen einen festen, gerechten und dauerhaften Frieden und gaben der Welt — den Vertrag von Versailles.

Das Verbrechen drängt zum Lichte, die Lüge von Deutschlands Schuld am Weltkriege lässt sich auf die Dauer nicht aufrecht halten — jeder Tag bringt Gegenbeweise, die dem Schwertvertrag von Versailles den Boden entziehen, auf dem er steht.

Im Frühjahr 1912 schrieb der damalige Präsident Poincaré an den französischen Botschafter Cambon in Berlin:

„Die deutsche Regierung scheint mit unermüdlicher Hartnäckigkeit eine Annäherung an Frankreich zu verfolgen, welche nur durch die Rückgabe von Elsass-Lothringen möglich werden würde. Wenn wir auf solche Annäherungsvorschläge eingingen, würden wir uns mit England und Russland Überwerfen. Wir würden alle guten Ergebnisse der Politik einbüssen, die Frankreich seit langen Jahren verfolgt hat.“

Im Jahre 1913 sprach der russische Minister Sasonow die zynischen Worte:

„Die Friedensliebe des Deutschen Kaisers bürgt uns dafür, dass wir den Zeitpunkt des Krieges selbst zu bestimmen haben werden. “

Im Jahre 1914 sagte der britische Minister Grey zu dem Panslawistenführer Brantschaminow:

„England wird an dem grossen Kriege teilnehmen, der in ein paar Monaten ausbrechen wird. Für England bedeutet der Krieg einen erwünschten Ausweg aus den inneren Schwierigkeiten.“

Im April 1914 äusserte Clemenceau dem italienischen Handels-Attacheé Sabini gegenüber:

„In drei Monaten werden wir Krieg haben. Wird Italien mit uns sein?“

In den ersten Kriegsmonaten bekannte ein russischer Diplomat dem Norweger Peter Nansen:

„Hier unter vier Augen kann ich Ihnen sagen: Wir konnten die deutsche Konkurrenz nicht länger aushalten wir mussten versuchen, Deutschland nieder zuschlagen. Nicht zum wenigsten war die deutsche Ueberlegenheit an Fleiss, Tüchtigkeit und Genügsamkeit allmählich unerträglich geworden. Aber etwas Aehnliches galt für alle Länder. Und jetzt, wo die einzig dastehende — auf die Dauer unerträgliche — Möglichkeit vorlag, dass England sich den französisch – russischen Bündnisse angeschlossen hatte, jetzt musste der Versuch gemacht werden, bevor die Liebe zwischen den drei Grossmächten wieder erkaltete.“

Aber Deutschland musste in seiner Not und Ohnmacht in Versailles sich zu der Schuld am Kriege bekennen. Mit einer grossen und grotesken Lüge wurde die Welt betrogen und genarrt—aber die Geschichte und die kommenden Geschlechter lassen sich nicht narren und nicht belügen.

Die Strafe treffe, wer der Schuld überführt ist!

Deutsche Geschichte

Der Vertrag von Versailles ist auf einer Lüge aufgebaut, auf der Lüge von Deutschlands alleiniger Schuld am Weltkriege.

Der sogenannte Friedensvertrag von Versailles ist weder Friedensinstrument, noch Vertrag — er ist das Flickwerk übereifriger Fanatiker und unfähiger Dilettanten. Eintausendundsiebenunddreissig bevollmächtigte Vertreter der siebenundzwanzig am Weltkrieg beteiligten Völker hatten sich zu der Friedenskonferenz in Versailles eingefunden…..nicht sie haben den Vertrag beraten und ausgearbeitet, sondern die ,,grossen Drei“ : Lloyd George, Clemenceau und Wilson, denen sich gelegentlich Orlando und der Japaner Saionji zugesellte. Die „grossen Drei“ und die bevorzugten Zwei haben in zahllosen Sitzungen geredet, geschachert, intrigiert, gedroht, gelogen, betrogen und schliesslich, als die Völker ungeduldig wurden und nach endlosen Worten eine Tat verlangten, kurzer Hand beschlossen. .. .über die Köpfe der anderen eintausendzweiunddreissig Delegaten hinweg, die während der monatelangen Konferenz überhaupt nur zu sieben formellen Sitzungen zusammengetreten waren. Nach nutzlos vergeudeten Monaten der Verzögerung wurde der Schluss mit schädlicher Eile herbeigeführt.

Die Schäden des Vertrages, seine Mängel und Fehler wurden am Tage seiner Bekanntgabe erkannt und blosgestellt. Die Unhaltbarkeit des Vertrages wurde von den Beteiligten damit zugegeben, dass schon kurze Zeit nach Inkrafttreten des Dekrets das Verlangen nach neuen Konferenzen laut wurde. Seitdem sind diese Konferenzen beinahe zu einer stehenden Einrichtung geworden, ohne dass die Welt jedoch dem wahren Frieden wesentlich näher gekommen wäre. Weil soweit noch keine der Konferenzen die Kraft und den Mut besass, das Messer an das Krebsgeschwür zu legen: so lange dieses Uebel ungestört am Körper der Menschheit weiterwuchern darf, kann sie nicht gesunden. Und dieses Uebel ist jener Versailler Vertrag. Der muss mit fester Hand und energischem Schnitt beseitigt werden.

Die erste Konferenz nach Versailles erfolgte in London im Februar 1920 — und gelegentlich dieser ersten Konferenz erkannte man schon den Zwiespalt im Lager der Alliierten. Der Krieg, der auf dem Schlachtfeld angeblich gegen die deutschen Weltherrschaftsgelüste geführt wurde, wurde nun am grünen Tisch fortgesetzt: England und Frankreich kämpfen dort um die Weltmacht.

Es folgte im April die Konferenz in San Remo, es folgten die Konferenzen in Hythe (Mai), in Boulogne (Juni), in Brüssel (Juli), in Spa (Juli), in Luzern (August), in Aix-les-Bains (September), in Brüssel (Oktober), in Brüssel (November), in London (Dezember). Kein Monat ohne Konferenz…..und keine Konferenz ohne Enttäuschung. Statt die despotischen Verfügungen des Versailler Vertrages vernünftig zu mildern, verschärfte man sie und missbrauchte die tyrannische Macht zu neuen Gewaltmassregeln gegen Deutschland — trotzdem die Welt fühlte, trotzdem die klardenkenden Staatsmänner aller Länder einsahen, dass Deutschlands Knebelung und Knechtung gleichbedeutend war und ist mit Knebelung und Lähmung des gesamten Welthandels.

Man hoffte nach den Enttäuschungen des Jahres 1920 auf das neue Jahr — und es ist in 1921 nicht anders geworden; weitere Konferenzen: Paris (Januar), London (März), Paris (August), Genf (Oktober), London (Dezember). Ein schwacher Lichtblick: zu den Märzberatungen in London waren zum ersten Male deutsche Delegaten eingeladen worden— sie sprachen, sie wurden gehört… .und die Londoner Konferenz zeitigte das Ultimatum betr. Kriegsentschädigungen, das Deutschlands Lasten erschwerte, nicht erleichterte. Ein erster Schritt in der rechten Richtung: die Wiesbadener Konferenzen (Juni und August) zwischen Loucheur und Rathenau—Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland über Englands Kopf hinweg…..womit Deutschland sich in England zu den alten neue Feinde und in Frankreich keine Freunde erwarb.

Trotzdem war Wiesbaden die erste Station auf dem Wege, der zu einem dauernden Frieden führen kann.

Nun schreiben wir 1922 und schrieben in den umfangreichen Konferenzenkalender die Namen Cannes (Januar) und Genua (April)— fügen ihm nun noch Haag hinzu… .und sind nicht weiter als zuvor. Werden auch nicht weiter kommen bis nicht alle Völker mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten und dem gleichen Bestreben, dem Streben nach einem ehrlichen, wahren, währenden Frieden am Konferenztisch vereinigt sitzen. Wir werden nicht weiter kommen solange die Völker auf beiden Seiten den Hass nähren, statt ihn zu bekämpfen; so lange die Völker auf beiden Seiten siel anmassen den Schwächeren zu bevormun den, statt ihm sein Selbstbestimmungs recht zu sichern und dieses Recht durch grosszügige Unterstützung zu stärken solange die Völker auf beiden Seiten nicht einsehen, dass an Stelle der Macht künftighin das Recht die Welt regieren muss.

Der Sozialökonom Charles Gide tätigte kürzlich den Ausspruch: „Die Welt befindet sich in einem verhexten, in einer höllischen Kreis, der sich schliesst wie eine Hasenschlinge, je mehr man sich anstrengt, daraus zu entweichen.“ Kein besseres Bild ist noch gefunden worden für die Lage der Völker und der Welt in unseren Tagen. Bleiben wir im Bilde diese Hasenschlinge kann nur von den gelockert und gelöst werden, der sie gelegt hat — von den grossen Drei: Am rika, England und Frankreich.

Siehe auch:
Wir Deutsch-Amerikaner
Deutsch-Amerika
Die Deutsch-Amerikaner und das Kaiserreich
Wie das alte Österreich starb
Wie das alte Österreich starb II
Die Deutschen in Amerika
Die Deutschen in Amerika II
Eine Audienz bei Richard II. (Richard Strauss)
Die Lüge als Fundament
„Deutsch-Amerikas“ Mission
Schundromane auf dem Scheiterhaufen
Lincoln und das deutsche Element
Die Geschichte der Revolution
Der Aufbau Palästinas
Deutschland und der Weltfriede
Vaterland vor der Wiedergeburt
Das Schicksal der deutschen Kolonien
Der letzte Zar im Kreise seiner Familie
Krupp-Werk in Friedens-Arbeit
Die Wolkenburgen der neuen Welt
Deutschlands chemische Industrie in der Nachkriegszeit
Jerusalem die Heilige Stadt
Die Schwarzen Truppen in Deutschland
Schiffsmodelle als Zimmerschmuck
„Bismarck“-„Majestic“- der Meeresriese
Quer durch das neue Deutschland

Deutsch-Amerikaner

Von George B. McClellan, Professor der Universität Princeton und Ex-Mayor von New York.

Mit aufrichtiger Genugtuung begrüsse ich das Wiedererscheinen von „Deutsch-Amerika“. Der Einfluss einer guten illustrierten Zeitschrift ist von grosser Bedeutung und Tragweite, wenn er auch naturgemäss hinter dem einer grossen Tageszeitung wie die „Staats-Zeitung“ zurückstehen muss. Die illustrierte Zeitung, das Bild, ist ein Sendbote, der mit einer nur ihm eigenen Kraft und Sicherheit seinen Auftrag verkündet und durchsetzt.

Gerade jetzt ist eine liberale, amerikanische Zeitschrift in deutscher Sprache nicht nur ein erfolgverheissendes Unternehmen, sondern eine Notwendigkeit.

..Deutsch-Amerika“ wird in den Vereinigten Staaten und in Deutschland verbreitet sein; es wird mithelfen, Deutschland in Amerika und Amerika in Deutschland ein Fürsprecher zu sein, und in diesem Bestreben wird es der ungemein wesentlichen Aufgabe dienen, das gegenseitige Verständnis und die guten Beziehungen zu fördern.

„Deutsch-Amerika“ wird dem Vaterlande so vieler unserer besten und patriotischsten Mitbürger, einem Lande, mit dem wir Gott sei Dank wieder in Frieden leben, der Künder der Freundschaft und Güte aller Amerikaner sein, denen die wahren Interessen der Vereinigten Staaten und mehr noch der ganzen Menschheit am Herzen liegen.

Diesen Interessen können wir nicht dienen, die Welt kann an ihr Werk des nach krieglichen Wiederaufbaus nicht einmal die erste Hand legen, wenn sich nicht alle Nationen zusammenfinden in dem Gedanken eines wahren Friedens, der sich auf die internationale Zusammenarbeit und den Grundsatz „Leben und Lebenlassen“ aufbauen muss.

Unsere Erde ist durch die heutige Zivilisation so klein geworden, dass eine Einsiedler-Nation, ein Volk, das sich von den anderen abschliesst, nicht länger möglich ist. Wir mögen uns noch so sehr gegen die Erkenntnis sträuben: die Geschicke der Vereinigten Staaten sind unlösbar mit denen der übrigen Welt verknüpft, und ganz besonders mit dem Schicksal Europas.

Sollte Europas Zivilisation zusammenbrechen, dann wäre auch die unsrige ernstlich gefährdet. Elend und Unzufriedenheit können nicht in einem Teile Europas herrschen, ohne dass man die Folgen sofort überall spüren würde. Ein zahlungsfähiges und gedeihendes Deutschland ist für das Wohl der anderen Nationen der Welt genau so wichtig, wie das Wohlergehen ihrer intimsten Freunde.

Deutschland leidet unter der Kurzsichtigkeit und Unwissenheit jener, die anscheinend nicht verstehen können, dass das Unmögliche nicht durch einen einfachen Befehl erzwungen werden kann. König Kanut befahl den Wassern des Meeres still zu stehen . . . unbekümmert um des Königs Befehl stiegen die Wasser, und der König musste froh sein, das eigene Leben in unrühmlicher Flucht retten zu können.

Die Folgen des Vertrages von Versailles, dazu noch die vier Jahre des Krieges und die Blockade haben Deutschland in ein Elend gestürzt, das hart an das Unerträgliche streift. Eine demokratische Regierung hält tapfer dieser Lage stand; sie versucht die durch den Vertrag auferlegten Verpflichtungen zu erfüllen und bemüht sich, ihrem Volk über die Schrecken dieses Winters hinwegzuhelfen.

Aber Deutschland ist kraftlos zusammengebrochen . . . Wie es sich wieder aufrichten kann, wenn ihm die Alliierten nicht diese Möglichkeit gönnen, übersteigt alle menschlichen Begriffe.

Es gibt keinen denkenden Menschen, der sich nicht im innersten Herzen der absoluten Unmöglichkeit der Durchführung des Versailler Vertrages bewusst ist . . . der nicht weiss, dass selbst der Versuch, auf dem Buchstaben dieser Bedingungen bestehen zu wollen, gleichbedeutend ist mit der wirtschaftlichen und politischen Vernichtung Deutschlands und der Ueberantwortung des Reiches an die rote Anarchie.

Die Welt darf nicht zu sicher auf den entschlossenen gesunden Menschenverstand und die Ordnungsliebe des Deutschen Volkes rechnen. Auf dem durch die Tiefen führenden Pfad des Elends gibt es eine Niederung, in der die Unglücklichen die Ordnung vergessen und den gesunden Verstand verlieren . . . die Hungernden treibt die Verzweiflung zum Aeussersten. Wenn man Deutschland jede Möglichkeit der Kräftigung versagt, wenn man es zur Einsicht zwingt, dass alle seine besseren Bemühungen zur Wiederherstellung seiner Ehre umsonst sind, dann nimmt man dem Deutschen Volk den Ansporn, die Gesetze zu achten, nimmt ihm auch den Willen zur Arbeit.

Ein Zusammenbruch der deutschen Zivilisation könnte in seinen Auswirkungen nicht auf das Reich beschränkt werden, das vermöchten nicht einmal die Bajonette aller Armeen der Welt selbst unter den Befehlen der Völkerliga. Als die Wasserflut sich nicht dem Worte König Kanuts fügte, konnte er sich durch die Flucht retten — Europa wäre vielleicht in einer weniger glücklichen Lage. Eine Umwälzung in Deutschland würde direkt die Nachbarstaaten in Mitleidenschaft ziehen, sie würde rückwirkend selbst hier gefühlt werden.

Moralisch, politisch und wirtschaftlich wäre ein prosperierender deutscher Nachbar für Frankreich ein Gewinn; es würde sich ohne eine Mark Gutmachungsgelder besser stehen, als wenn es den letzten Pfennig der Kriegsentschädigung und alle Kohle und alles Eisen des Reiches einstreichen könnte auf Kosten des Unterganges des Deutschen Volkes.

Ob Deutschland die Möglichkeit der Wiederaufrichtung gegeben werden wird oder nicht, hängt ganz von dem Wege ab, den die Alliierten in den nächsten Monaten einschlagen werden. Deutschland kann nur gesunden, wenn die Entschädigungssumme auf einen Betrag reduziert wird, den Deutschland zu zahlen imstande ist ohne zum Bankerott getrieben zu werden. Diese Wahrheit, die so selbstverständlich erscheint und die von den Liberalen aller Länder allgemein anerkannt wird, wird in vielen Kreisen immer noch verleugnet.

Die Vereinigten Staaten besitzen die Macht, seihst die schlimmsten Reaktionäre Europas zu überzeugen, die Zugehörigkeit zur Völkerliga ist dabei nicht einmal Vorbedingung. Alles was unsererseits zu tun nötg wäre, ist, unsere ungeheure Autorität als reichste und erfolgreichste Nation der Erde, und als Hauptgläubiger unserer Bundesgenossen im Kriege geltend zu machen.

Die öffentliche Meinung unseres Landes tritt mehr und mehr dafür ein, dass das amerikanische Volk die Sache der Vertragsrevision moralisch unterstütze — ohne diese Unterstützung dürfte leider eine entsprechende Revision sehr unwahrscheinlich sein.

„Deutsch-Amerika“ wird für die Sache der Humanität eine unschätzbare Hilfe sein, indem es uns hier die Lage in Deutschland und die Not der Deutschen im Bilde zeigen und sichtbar vor Augen führen wird. Es wird den Deutschen die Botschaft Amerikas, seiner Freundschaft und seines Wohlwollens übermitteln. Es wird das Deutsche Volk anspornen, auszuharren und den Mut nicht sinken zu lassen, sondern tapfer weiterzukämpfen gegen alles Missgeschick, in dem Bewusstsein, dass das unserem Volke eigene, zeitweilig schlummernde Gerechtigkeitsgefühl, wenn es erst einmal erwacht ist, ihnen zu Hilfe kommen wird.

Siehe auch:
Deutsche Geschichte-Zeittafel
Germanen kämpfen um Europa
Die Wikinger, eine neue germanische Welle.
Das Reich der Deutschen beginnt
Großtaten des deutschen Volkes-Das Rittertum und seine Aufgaben
Großtaten des deutschen Volkes-Deutsche gewinnen Raum im Osten
Deutsche Bauern und Bürger sichern das Neuland.
Deutsche Städte — deutsche Kunst.
Großtaten des deutschen Volkes-Die deutsche Hanse.
Der deutsche Bauer und sein Schicksal
Eine neue Welt tut sich auf— Große Erfindungen
Fürstentrotz und Glaubensstreit zerstören das Reich.
Die Not ruft den Erneuerungs willen des Volkes wach.
Martin Luther, der Reformator.
Volkskämpfe im Schatten der Reformation.
Der Kampf deutscher Fürsten gegen Kaiser und Papst.
Glaubenskämpfe in anderen Ländern Europas.
Am Glaubensstreit geht das Reich zugrunde.
Der Dreißigjährige Krieg (1618—1648).
Randstaaten werden Weltmächte.
Ein neues Deutschland ersteht.
Um die Herrschaft über Europa und die Welt.
Wiedergeburt und Befreiung des deutschen Volkes.
Das deutsche Volk will die Einheit.
Bismarck errichtet das neue Reich.
Das Reich unter Kaiser Wilhelm II.
Im Weltkrieg unbesiegt.
Die Schmach von Versailles und die Republik

Deutsch-Amerikaner Deutsche Geschichte

Der Vertrag von Versailles ist auf einer Lüge aufgebaut, auf der Lüge von Deutschlands alleiniger Schuld am Weltkriege.

„.. dass die Verbandsmächte gleichfalls den Wunsch haben, an Stelle des Krieges, in den sie verwickelt sind und der in der Kriegserklärung Oesterreich-Ungams an Serbien, in den Kriegserklärungen Deutschlands an Russland und Frankreich sowie in dem Einfall in Belgien seinen Ursprung hat, einen festen, gerechten und dauerhaften Frieden treten zu lassen.“

Dieses verlogene Schuldbekenntnis ist dem vorher wehrlos gemachten Deutschland abgerungen worden; die Alliierten setzten dem gefesselten, geknebelten, ohnmächtigen Deutschland das Schwert auf’s Herz — es ging um die Ehre oder das Leben. Deutschlands Volksvertreter in Weimar wählten das Leben, weil nur der Lebende zu seinem Recht und wieder zu Ehren kommen kann.

Mit dem gewaltsam abgezwungenen Schuldbekenntnis legten die Alliierten die Kriegsschuld fest, der Friedensvertrag ruht auf dieser Vergewaltigung und Lüge: er ist das Strafurteil für den Schuldigen. Und wie die Schuld eine Lüge, so ist das Urteil eine Lüge … sie versprachen einen festen, gerechten und dauerhaften Frieden und gaben der Welt — den Vertrag von Versailles.

Das Verbrechen drängt zum Lichte, die Lüge von Deutschlands Schuld am Weltkriege lässt sich auf die Dauer nicht aufrecht halten — jeder Tag bringt Gegenbeweise, die dem Schwertvertrag von Versailles den Boden entziehen, auf dem er steht.

Im Frühjahr 1912 schrieb der damalige Präsident Poincaré an den französischen Botschafter Cambon in Berlin:

„Die deutsche Regierung scheint mit unermüdlicher Hartnäckigkeit eine Annäherung an Frankreich zu verfolgen, welche nur durch die Rückgabe von Elsass-Lothringen möglich werden würde. Wenn wir auf solche Annäherungsvorschläge eingingen, würden wir uns mit England und Russland Überwerfen. Wir würden alle guten Ergebnisse der Politik einbüssen, die Frankreich seit langen Jahren verfolgt hat.“

Im Jahre 1913 sprach der russische Minister Sasonow die zynischen Worte:

„Die Friedensliebe des Deutschen Kaisers bürgt uns dafür, dass wir den Zeitpunkt des Krieges selbst zu bestimmen haben werden. “

Im Jahre 1914 sagte der britische Minister Grey zu dem Panslawistenführer Brantschaminow:

„England wird an dem grossen Kriege teilnehmen, der in ein paar Monaten ausbrechen wird. Für England bedeutet der Krieg einen erwünschten Ausweg aus den inneren Schwierigkeiten.“

Im April 1914 äusserte Clemenceau dem italienischen Handels-Attacheé Sabini gegenüber:

„In drei Monaten werden wir Krieg haben. Wird Italien mit uns sein?“

In den ersten Kriegsmonaten bekannte ein russischer Diplomat dem Norweger Peter Nansen:

„Hier unter vier Augen kann ich Ihnen sagen: Wir konnten die deutsche Konkurrenz nicht länger aushalten wir mussten versuchen, Deutschland nieder zuschlagen. Nicht zum wenigsten war die deutsche Ueberlegenheit an Fleiss, Tüchtigkeit und Genügsamkeit allmählich unerträglich geworden. Aber etwas Aehnliches galt für alle Länder. Und jetzt, wo die einzig dastehende — auf die Dauer unerträgliche — Möglichkeit vorlag, dass England sich den französisch – russischen Bündnisse angeschlossen hatte, jetzt musste der Versuch gemacht werden, bevor die Liebe zwischen den drei Grossmächten wieder erkaltete.“

Aber Deutschland musste in seiner Not und Ohnmacht in Versailles sich zu der Schuld am Kriege bekennen. Mit einer grossen und grotesken Lüge wurde die Welt betrogen und genarrt—aber die Geschichte und die kommenden Geschlechter lassen sich nicht narren und nicht belügen.

Die Strafe treffe, wer der Schuld überführt ist!

Siehe auch:Das Baltikum
Das Balten-Gebet
Baltikum-Die ersten Freikorps
Litauen war ehemals mächtige europäische Großmacht
Baltikum-11. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Das Baltikum wird zerstückelt
Das Ende Alt-Livlands
Rußlands Dauerprobleme mit seinen Ostseeprovinzen
Der Untergang des Deutschen Ritterordens
Und immer wieder russische Grausamkeiten
Das Baltikum zwischen Bolschewisten und Zaristen
Der Erste Weltkrieg im Baltikum
Deutsche Truppen im Baltikum-Abwehrkämpfe gegen die Roten
Baltikum-Die Landeswehr
Das Baltenregiment
Das Baltikum und seine wechselnden Staatsformen
Baltikum-Das Ende der deutschen Dominanz

Deutsch-Amerikaner Deutsche Geschichte