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Bildverzeichnis:

Amsel
Augenstreif Goldhähnchen
Baumpieper
Bergfink
Blaukehlchen
Blaumeise
Bluthänfling
Brachpieper
Braunkehliger Wiesenschmätzer
Dorn-Grasmücke
Drossel-Rohrsänger
Edelfink
Erlenzeisig
Feldlerche
Feldsperling
Fitis-Laubvogel
Gartengrasmücke
Garten-Laubvogel
Gartenrotschwanz
Gebirgsbachstelze
Gemeines Goldhähnchen
Getreide Rohrsänger
Gimpel
Girlitz
Goldammer
Grauammer
Grauer Fliegenschnäpper
Grünling
Haubenlerche
Haubenmeise
Hausbaumläufer
Hausrotschwanz
Haussperling
Heckenbraunelle
Heidelerche
Heuschrecken-Rohrsänger
Kernbeißer
Kohlmeise
Kreuzschnabel
Mauer- oder Turmsegler
Mehlschwalbe
Misteldrossel
Mönch-Grasmücke
Nachtigall
Nonnenmeise
Pirol
Raubwürger
Rauchschwalbe
Rohrammer
Rotdrossel
Rotkehlchen
Rotköpfiger Würger
Rotrückiger Würger
Schafstelze
Schwanzmeise
Schwarzkehliger Wiesenschmätzer
Schwarzstirn-Würger
Seggen-Rohrsänger
Seidenschwanz
Seltene Vogelarten
Singdrossel
Spechtmeise
Sperber-Grasmücke
Star
Steinschmätzer
Steinsperling
Stieglitz
Tannenmeise
Teichrohrsänger
Trauerfliegenschnäpper
Ufer Rohrsänger
Uferschwalbe
Vogeleier Abbildungen
Vogeleier
Vogelköpfe
Vogelnestbauten
Wacholderdrossel
Wald Laubvogel
Waldbaumläufer
Wasserschwätzer
Weiden-Laubvogel
Weidenmeise
Weiße Bachstelze
Wiesenpieper
Zaun-Grasmücke
Zaunkönig
Zwerg-Fliegenschnäpper

Einzelne Vogelbeschreibungen:
Die Singvögel der Heimat – Einleitung
Haussperling
Feldsperling
Steinsperling
Heckenbraunelle
Edelfink
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Kernbeißer
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Dorn-Grasmücke
Zaun-Grasmücke
Sperber-Grasmücke
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Teichrohrsänger
Getreide-Rohrsänger
Ufer-Rohrsänger
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Garten-Laubvogel
Heuschrecken-Rohrsänger
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Fitis-Laubvogel
Wald-Laubvogel
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Augenstreif Goldhähnchen
Kohlmeise
Blaumeise
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Weidenmeise
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Schwanzmeise
Spechtmeise
Waldbaumläufer
Hausbaumläufer
Seltenere Arten und Ausnahme-Erscheinungen der deutschen Singvogelwelt.
Vogeleier Abbildungen
Schwebende Nestbauten
Rückblick auf das Singvogelleben in der Gesamtheit

Ein Ausspruch Kants über den ästhetischen Wert der Singvögel.

Die „Natur, die keinem Zwange künstlicher Regeln unterworfen ist,“ kann dem „Geschmacke für beständig Nahrung geben“. — „Selbst der Gesang der Vögel, den wir unter keine musikalische Regel bringen können, scheint mehr Freiheit und darum mehr für den Geschmack zu enthalten als selbst ein menschlicher Gesang, der nach allen Regeln der Tonkunst geführt wird; weil man des letztem, wenn er oft und lange Zeit wiederholt wird, weit eher überdrüssig wird. Allein hier vertauschen wir vermutlich unsere Teilnehmung an der Lustigkeit eines kleinen beliebten Tierchens mit der Schönheit seines Gesanges, der, wenn er vom Menschen (wie es mit dem Schlagen der Nachtigall bisweilen geschieht) ganz genau nachgeahmt wird, unserem Ohre ganz geschmacklos zu sein dünkt“

Text und Bild aus dem Buch: Die Singvögel der Heimat (1921), Author: Kleinschmidt, Otto.

Abbildungen Die Singvögel der Heimat

Waldbaumläufer, Cérthia*) macrodáctyla Brehm.

Der Waldläufer klettert an der Rinde der Stämme und Äste aufwärts oft vom Fuße eines Stammes bis hinauf zu den feinsten Zweigen. Sein Gefieder ähnelt in der Farbe etwas der roten Kieferrinde. Wunderbar geeignet ist sein Körperbau zur Untersuchung der Rindenspalten nach Insektenbrut. Der dünne gebogene Schnabel langt in die feinsten Ritzen. Dabei geben die Füße dem Vogel einen festen Halt, die vorderen Krallen haken sich wie Kletten fest, die lange flache Hinterzehen kralle wirkt als Stütze. Dieselbe Leistung übernimmt nochmals als stets bereites Verstärkungsmittel (Ruhestühlchen) der Schwanz mit den spechtähnlich zugespitzten und etwas steifen Federn, die sich vom ständigen Gebrauch im Lauf des Jahres stark abschleifen.

Name: „Certhia“ von einem dunkeln antiken Namen „Kerthios,“ „macrodactylus“ (griech.) = langfingerig, was aber nur für die Hinterzehe und auch bei dieser nur für die Kralle zutrifft. Vorkommen: Überall im Hochwald.

Artmerkmal: Stirn gefleckt, Kralle der Hinterzehe flach, Unterflügel meist ohne Randfleck.

Größe: Etwa wie Zaunkönig, Flügel 6,2—6,8 cm; Gewicht etwa 9 g.

Weibchen: Wie Männchen, etwas kleiner.

Junge: Wie Alte.

Lockton: Leise oder doch fein: „Srih srih“.

Gesang: Früh im März hübsch zwitschernd und trillernd auf den Spitzen der Waldbäume im Sitzen, aber auch im Klettern.

Eier: (5), 6—8, weiß oder grauweiß, mit feineren oder gröberen, meist zu einem Kranz vereinten, braunroten Flecken, April, Juni, zwei Bruten.

Nest: Kleine Fichtenreiser, Gespinste, Baststreifen.

Nistplatz: In Baumspalten, Holzstößen usw., im Walde und in Alleen. Nahrung: Insekten**).

Standvogel: Nie von mir wandernd bemerkt.

Drei Formen der Realgattung (Certhia Macrónyx) in Deutschland, in Ostpreußen die lichte Form familiáris, am Rhein die dunkle rhenána, dazwischen maerodactyla.

*) Die Baumläufer sind meisenartige Vögel mit feinem, gebogenem Schnabel und spechtähnlichem Schwanz.

**) Man findet in der Tat auch Samenkörner im Baumläufermagen, aber sie scheinen beinahe mehr die Rolle von Magenzähnen zu spielen, wie die von vielen Vögeln verschluckten Steine.

Siehe auch:
Die Singvögel der Heimat – Einleitung
Haussperling
Feldsperling
Steinsperling
Heckenbraunelle
Edelfink
Bergfink
Kernbeißer
Grünling
Stieglitz
Erlenzeisig
Bluthänfling
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Mauer- oder Turmsegler
Seidenschwanz
Grauer Fliegenschnäpper
Trauerfliegenschnäpper
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Raubwürger
Schwarzstirn-Würger
Rotköpfiger Würger
Rotrückiger Würger
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Schwarzkehliger Wiesenschmätzer
Braunkehliger Wiesenschmätzer
Hausrotschwanz
Gartenrotschwanz
Blaukehlchen
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Gemeines Goldhähnchen
Augenstreif Goldhähnchen
Kohlmeise
Blaumeise
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Weidenmeise
Tannenmeise
Haubenmeise
Schwanzmeise
Spechtmeise

Ein Ausspruch Kants über den ästhetischen Wert der Singvögel.

Die „Natur, die keinem Zwange künstlicher Regeln unterworfen ist,“ kann dem „Geschmacke für beständig Nahrung geben“. — „Selbst der Gesang der Vögel, den wir unter keine musikalische Regel bringen können, scheint mehr Freiheit und darum mehr für den Geschmack zu enthalten als selbst ein menschlicher Gesang, der nach allen Regeln der Tonkunst geführt wird; weil man des letztem, wenn er oft und lange Zeit wiederholt wird, weit eher überdrüssig wird. Allein hier vertauschen wir vermutlich unsere Teilnehmung an der Lustigkeit eines kleinen beliebten Tierchens mit der Schönheit seines Gesanges, der, wenn er vom Menschen (wie es mit dem Schlagen der Nachtigall bisweilen geschieht) ganz genau nachgeahmt wird, unserem Ohre ganz geschmacklos zu sein dünkt“

Text und Bild aus dem Buch: Die Singvögel der Heimat (1921), Author: Kleinschmidt, Otto.

Die Singvögel der Heimat