Es musste natürlich eine Hauptsorge unserer Verwaltungsbehörden sein, die Verkehrswege zu verbessern und auszubauen, wenigstens zunächst zwischen den Hauptstationen im Innern und der Küste leid ich brauchbare Verbindungen zu schaffen, da sonst die Beherrschung des Landes unmöglich gewesen wäre. Soweit möglich, ist dies in Anlehnung an die vorhandenen Wasserwege geschehen.

Die meisten Ueberlandwege knüpfen an frühere Eingeborenenpfade an, die verbreitert und verbessert worden sind. In den gewaltigen Waldgebieten Kameruns verursacht natürlich die Unterhaltung brauchbarer Wege grosse Schwierigkeiten und Kosten.

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Kolonie und Heimat


Im Jahre 1880 beschloß die k. k. priv. Eisenbahn Pilsen—Priesen—Komotau (E. P. P. K.) in Deggendorf einen Umschlagplatz für Kohlentransporte nach Wien und Budapest zu errichten, um mit Benützung des billigeren Wasserweges den Kohlenverkehr aus dem Brüx-Komotauer Braunkohlenrevier über ihre Linien zu steigern und damit die Rentabilität ihres Unternehmens zu heben. Als  aber der gleichzeitig geplante Abschluß eines Transportvertrages mit der Ersten k. k. priv. Donau-Dampschifffahrt-Gesellschaft an den zu hohen Schiffsfrachtsätzen dieser Gesellschaft scheiterte, nahm die E. P. P. K. auch die Durchführung der Schifftransporte in eigene Regie, gab einen Remorkör und 14 Holzkähne in Bau und eröffnete mit diesem Schiffspark auf Grund der am 26. Juli 1882 erteilten bayerischen Schiffahrtkonzession am 20. März 1883 die Schiffahrt. Die Hoffnungen, die man auf den Schifffahrtbetrieb gesetzt hatte, erwiesen sich jedoch in der Folge als trügerisch und bei der im Juli 1884 durchgeführten Verstaatlichung der Bahn wurden die Deggendorfer Umschlagsanlage und der Schiffspark von der k. k. österreichischen Regierung nicht übernommen.

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Die Industrie der Oberpfalz in Wort und Bild

Speicher, Silos, Bunker / Industrieanlagen / Eisenbahnbrücken, Straßenbrücken, Fußgängerbrücken / Industrieanlagen / Hallenbauten / Gasbehälter, Flugzeug- und Luftschiffhallen, Kühltürme / Leuchttürme / Wasserwirtschaft / Eiserne Kräne, Verladebrücken und dergleichen / Alte Krane / Wind- und Wassermühlen / Baukörper /

Speicher, Silos, Bunker




Read More Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung in Bild

Abbildungen Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung

WASSERWIRTSCHAFT. Unter diesem Stichwort sind Aufgaben zusammengefaßt, denen unter den heutigen Verhältnissen eine besonders hohe Bedeutung zufällt. Mag auch von dem, was auf diesem Gebiet geplant wird, vieles zum mindesten bis auf weiteres auf dem Papier stehen bleiben, anderes ist doch schon mitten im Werden, und selbst Teilaufgaben im Rahmen allmählich durchzuführender großer Projekte bedeuten schon folgenschwere Eingriffe in Landschafts- und Städtebilder. Sie ziehen überdies in geringerem oder stärkerem Maße Umlegungen von Industrien und Umsiedlungen nach sich und wirken also weit hinaus über ihren Wert an sich.

Der Mensch hat von jeher die Landschaft wesentlich umgestaltet, auf dem Gebiete der Wasserwirtschaft in viel stärkerem Maße, als es dem oberflächlichen Beobachter auf den ersten Blick scheint. Flußkorrektionen, Kanalisierungen, Wasseraufstauungen zur Kraftgewinnung sind altgewohnte, vielgepflegte, feindurchdachte Künste. Hat aber die Zeit, das Grün von Baum, Strauch und Gras erst dem Neuen das Besondere genommen, es in das weite Kleid der Natur gefaßt, so scheint es oft selbst zur Natur geworden. Ein ungeübtes Auge wird manchmal Natur von Kunst kaum mehr unterscheiden können. So muß man auch dem Neuen Zeit zum Hinein wachsen in seine Umwelt lassen, und der Geist muß lernen, zukünftige Wirkungen vorwegzusehen. Es wird aber dem Neuen vielfach schwer werden, diesen harmonischen Prozeß ganz zu erleben. Einmal, weil die Maßstäbe der neuzeitlichen technischen Leistungen, zum Teil wenigstens, weit bedeutendere sind als ehedem, obwohl schon das Altertum kraft seines riesigen, planmäßig und großzügig benutzten Menschenaufwandes und überraschend hoher technischer Kenntnisse Wunderwerke von kolossaler Leistung und Wirkung schuf. Zum anderen, weil sich jetzt solche Riesenarbeiten auf kürzeste Zeit zusammendrängen und, in einer hastig vorwärtsstrebenden Epoche noch so sorgfältig wissenschaftlich und technisch vorbereitet, sich keineswegs in dem Maße natürlich entwickeln und ausreifen können, wie es ruhige Entfaltung gewährleistet. Zum dritten, weil wir bei all unseren Schöpfungen höchstens erst im Begriff stehen, auf das Ganze zu sehen und den harmonischen Zusammenhang der kleinsten wie der größten Aufgabe mit der Umwelt, mit allem Geschehen, mit einer gefestigten Weltanschauung zu erkennen und auch danach zu handeln. Erschwerend wirkt, daß hier nicht ein Spezialfach in Frage steht, sondern Erdbau, Werkbau, Maschinenbau, Gärtnerkunst und vieles andere ineinandergreifen soll und zum Zweck bester Wirtschaft und guten Eindrucks des zu Leistenden aufeinander abzustimmen ist.

Noch heute konnte ein umfassendes, vielgliedriges Werk über Wasserwirschaft von verantwortlicher Seite herausgegeben werden, das kaum mit einemWort den Begriff „Kultur“ erwähnt; man beginnt eben seinen Einfluß auf Wirschaftlichkeit in höherem Sinne erst wieder mühselig zu erkennen. Andrerseits läßt sich feststellen, daß man beim Planen großer künstlicher Wasserwege die Entwürfe von Anfang an als spätere organische Teile der Landschaft aufzufassen und sich als solche auch zu veranschaulichen sucht. Zu dem Zweck sind zumTeil künstlerisch befähigte Architekten zu Rate gezogen, die an der Einpassung der Linienführung mitberaten und vor allem auch zeichnerisch die entstehenden landschaftlichen Wirkungen in großen Zügen darstellen; zum anderen sind beispielsweise die modernsten Erfahrungen auf demGebietederLuftbildaufnahme und ihrer Auswertung in plastischen, maßstäblich richtiggestellten Karten benutzt, um sich an ihnen den untrennbaren Zusammenhang aller aus der Landschaft hervorgehenden Erfordernisse besonders sinnfällig vor Augen zu führen. So und mit Hilfe vororientierender Ausstellungen und durch sonstiges Behandeln all dieser Fragen in der Öffentlichkeit kommen wir wohl Schritt für Schritt ab von Geheimniskrämerei aus einseitigen wirtschaftspolitischen oder noch engherzigeren Gründen und von Allein-Schreibtisch- und Zeichenstubenarbeit, deren Ergebnis der Bürger und der um das Heimatbild Besorgte erst dann zu erfahren pflegte, wenn die Aufträge vergeben, wenn den Bildern der Landschaft, oft ohne Erkenntnis ihres Wertes auch nach anderen als nach Spezialrichtungen hin das Urteil gefällt war, von Grund auf verändert zu werden. Wo, unvermeidlich, schwere Eingriffe in die Natur geschehen müssen, soll zum mindesten mit allen Mitteln und Kräften, selbstverständlich ohne falschangebrachten Aufwand, angestrebt werden, neue, möglichst wertvolle Bilder zu schaffen. Ist dieser Wille ernstlich vorhanden, so ist der Weg dem Guten schon günstig vorbereitet.

Bauliche Anlagen, die für sich in weiter Natur stehen und von verschiedenen Seiten und Entfernungen, namentlich von weither betrachtet werden, verlangen ganz besonders Klarheit und allergrößte Einfachheit; ihre Durchbildung im Einzelnen darf kaum vom städtischen Hausbau und seinen Wirkungen hergeleitet werden. Schloß- oder Gutshausarchitektur mit zarten Gliederungen und romantischem Wesen oder unterstrichenerMonu-mentalität lassen sich nicht auf Wasserschlösser und Kraftzentralen anwenden, die mit gewaltigen, offen liegenden, dann doppelt monströs erscheinenden Leitungsröhren verbunden sind. Krafthaus und Dienstgebäude vor einer allein schon in Masse und Linie überaus wuchtigen Talsperrenmauer dürfen nicht durch verzettelten Grundriß und Aufbau, vor allem in den Dächern, und kleinliche Einzelbehandlung sich und die Mauer selbst und damit den beiderseitigen Zusammenhang um den nötigen guten Gesamteindruck bringen. Kümmerliche Grünanlagen innerhalb solcher Organismen, die Fehler im Großen wiedergutmachen oder mildern sollen, verschärfen sie nur. Die gute Gestalt all der einzelnen Teile, hervorgegangen aus den notwendigen wirtschaftlichen und technischen Vorbedingungen, ist nur der letzte Beweis der erreichten guten Lösung. Die Mittel einer falschen Romantik wie Mansarddach, wo es sich nicht zwingend als nötig erweist, teilweise Beschieferung oder Beschindelung von Flächen, wo die Masse des Baukörpers zu hoch geraten ist, oder Gebrauch von dünnem Fachwerk als Flächenzierat, wo es nicht heimisch und konstruktiv angebracht ist, stören gerade neben anderen allein vom Ingenieur oft so gut geformten Bauteilen und Maschinen mehr als phantasielose Nüchternheit. Es genügen die in der Zweckerfüllung der Anlagen ruhenden Gestaltungsmöglichkeiten, meist wenige an Zahl; von schöpferischer Hand gehoben, verhelfen sie dem Werk mit allen seinen innig untereinander verbundenen Teilen zu eigentümlichem Ausdruck.



















Bildverzeichnis:

Alte Wasserhebeanlage Marly-Versailles
Korrektion der Leizach bei Geitau, Oberbayern
Murgkraftwerk, Wehranlage bei Forbach
Negombokanal, Ceylon
Schleuse zu Vianen in Holland
Schleuse zu Vianen in Holland II
Staudamm Assuan in Ägypten
Staudamm Assuan Nordseite in Ägypten
Treppenschleuse bei Liepe im Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin
Walzenwehr im Main bei Schweinfurt mit Straßenbrücke
Walzenwehr im Neckar bei Poppenweiler
Walzenwehr Porjus im Lule Älf
Wasserkraftanlage Funghera
Wehranlagen am Ganges
Wehranlagen am Ganges II
Wehrbau Allmendshofen
Wehrbau Spinnerei Lauffenmühle
Wehrkanal der Wasserkraftanlagen Tacherting-Margarethenberg an der Alz, Oberbayern
Zuleitungskanal mit umbauten Standrohr der Wasserkraftanlage Oberried

Siehe auch:

Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Vorwort
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Zum Geleit
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Speicher, Silos, Bunker
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Baukörper
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Leuchttürme
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Wasserwirtschaft
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Eiserne Kräne, Verladebrücken und dergleichen
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Eisenbahnbrücken, Straßenbrücken, Fußgängerbrücken
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Industrieanlagen
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Hallenbauten
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Gasbehälter, Flugzeug- und Luftschiffhallen, Kühltürme

Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Alte Krane
Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung : Wind- und Wassermühlen

Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung