Schlagwort: Weltmacht

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika.

(1886.)

Für den denkenden Deutschen gibt es heute wirklich eine deutsche Frage in Amerika, die endlich einmal zum Austrag gebracht werden muß. Freilich existiert sie eigentlich schon lange, und jede Schule, jede Kirche, jeder Verein ist ein Versuch, sie zu lösen. Niemand wird nun leugnen wollen, daß alle diese Versuche, dem deutschen Charakter so recht gemäß, vereinzelte, zersplitterte waren, so ganz im seligen bundestaglichen Geiste, daß ihnen ein gemeinsamer, kräftiger, großer Zug fehlte. Nur ein Motiv liegt allen Bestrebungen verborgen oder ausgesprochen zugrunde, und das ist — sonderbar und charakteristisch genug — die Religion. Im Einklang oder im Widerspruch zur religiösen Weltanschauung haben die Führer der verschiedenen Parteien das Deutschtum zu erhalten gesucht. Nun hat sich seit einigen Jahren jedoch ein Umschwung vollzogen. Allen Schreihälschen zum Trotz, die sich im stillen für Bismarcke halten, hat die Wiedererrichtung des Deutschen Reiches auch uns aufs tiefste beeinflußt. Der gewaltige Hauch nationaler Begeisterung hat über den Ozean her auch uns berührt. Wir fühlten uns nicht mehr allein als Bayern, Schwaben und Krähwinkler, nicht mehr bloß als Protestanten, Katholiken oder Atheisten, sondern als Deutsche. Und während wir mit stolzer Freude, wie ein Mann, der über Nacht reich geworden ist, uns darauf besinnen, daß wir einem Volke angehören, das viel größer ist, als wir eigentlich gedacht hatten, sehen wir, wie die Amerikaner in ihren besten Erziehungsanstalten durch Erlernung der deutschen Sprache sich die Schätze deutschen Geistes anzueignen streben. Wahrlich, wir wären ein unbegreiflich verblendetes Geschlecht, wollten wir nicht wenigstens erhalten, was diese erst mühsam anstreben.

Und wie uns ein gesteigertes deutsches Gefühl, wie uns das Vorbild der Amerikaner mahnt, unser Deutschtum zu bewahren, so gebieten uns noch ganz andere Erwägungen, für dessen Fortbestand zu kämpfen. Es liegt mir fern, das deutsche Volkstum als ein besonders heiliges zu preisen. Wer jedoch die furchtbare politische Korruption, die erschreckende Gewissenlosigkeit in Geldsachen und die tiefer verborgenen, oft grauenerregenden gesellschaftlichen Schäden mancher Kreise hier beobachtet und dabei den Anteil und das Verhalten des Deutschtums im allgemeinen erwägt, der mag sich doch vielleicht der größeren sittlichen Freiheit seines Volkes freuen. Sieht er nun ferner, wie es die Kirche in ihrem Wirken meist nur zum entgegengesetzten Extrem bringt, dem, wie z. B. in der fanatischen Temperenzbewegung, jeder Begriff von sittlichem, wahrem Lebensgenuß abgeht, wie sie im besten Falle dem Menschen vor der innewohnenden Bestie Angst macht, ohne dieselbe doch zähmen zu können, dann wird er sich auch wohl fragen, warum es im ganzen bei unserem Volkstum anders steht. Und ohne Überhebung, denn jeder aufrichtige Mensch ist sich seiner Schranken und Schwächen stets bewußt, darf er sich sagen, daß es allein die deutsche Erziehung ist, die wohl imstande wäre, unser ganzes Volksleben veredelnd umzugestalten.

Eine deutsche Frage existiert für uns aber noch viel mehr, seitdem das erwachende Nationalgefühl im alten Vaterlande den Aderlaß der jährlichen Auswanderung ganz empfindlich zu merken beginnt. Da der alte Kosmopolitismusschwindel glücklicherweise nur noch in den Köpfen von Sonderlingen spukt, so fragt sich das deutsche Volk jetzt mit Recht: was wird denn aus unseren Landsleuten jenseits des Ozeans? Die deutsche Regierung, welche diese Frage noch aus anderen Gründen stellt, scheint sogar Emissäre in unsere Mitte zu senden, um den Stand der Dinge zu erforschen. Diese geben dann in Vorträgen*), Broschüren und Zeitungsartikeln, die leider nicht ganz unwahre Antwort, daß unser Deutschtum als solches hier seinem Untergang entgegenschreite. Und früher oder später muß diese Antwort auch einmal auf die Auswanderung zurückwirken. Nun gibt es bei uns zwar Leute, die kurzsichtigerweise den Rückgang des Deutschtums in Abrede stellen oder sich und ihrem Anhang wenigstens einreden, es wäre dem nicht so. Meist sind es solche, die in ihrem Kreise von der Einwanderung, d. h. dem Import leben, denen es in ihrer Weisheit nie aufgegangen ist, daß ein Volkstum zu existieren aufgehört, hat, sobald es kein eigenartiges, den neuen Verhältnissen entsprechendes Geistesleben entwickelt. Und auf welchem Gebiete haben wir denn mehr als die schwächsten Ansätze hierzu aufzuweisen?

Die alten Ratschläge sind längst aufgebraucht. Karl Schurz hat uns gesagt:

„treibt Musik und lehrt eure englischen Mitbürger Feste feiern“.

Wir sind es müde, nur „clowns“ und Musikanten zu sein. Ein Anderer rät uns:

„lernt Englisch und importiert euern geistigen Bedarf vom Vaterland“.

Ist längst geschehen, und mit dieser Klugheit haben wir es dahin gebracht, daß bald kein Deutscher mehr im Kongreß sitzen wird. Ja, das deutsche Volk hat vollkommen recht, wenn es seinen Auswanderern abrät, auf solche Weise zum amerikanischen Kulturdünger zu werden.

*) Vgl. A. Sariorius, Die Zukunft des Deutschtums in Amerika. Deutsche Zeit-und Streitfragen, Heft 212.

Noch mehr aber empört sich unser eigenes Gefühl gegen diese Düngermission. Das amerikanische Deutschtum ist eine geistige, eine sittliche Macht kraft seiner Erziehung, kraft nationaler Geistesschätze ohnegleichen. Will es diese Macht aber betätigen, dann muß es mit der wahren deutschen Erziehung, die ganz andere Menschen bildet als die landläufige, bei der eigenen Jugend neu beginnen und durch Lehre und Vorbild auf die Volksschulen des Landes einwirken. Vor allem aber müssen wir uns, über Parteien und Meinungen hinweg, in dem einenden Bande der Muttersprache zusammenschließen.

Gestützt aber auf das weitverbreitete Verlangen unseres deutschen Volkes in Amerika, für welches die wenigen charakterlosen Überläufer nicht in Betracht kommen, dürfen wir es wohl wagen, die Erhaltung des Deutschtums zur Volkssache zu machen und damit auch seine Zukunft zu sichern. Wir schlagen darum vor, daß sich alle diejenigen, in denen das stolze Gefühl noch lebt, dem größten Kulturvolk der Neuzeit anzugehören, und welche durch die Erhaltung unserer Sprache und Kultur an der Zukunft dieses Landes mitarbeiten wollen, sich zu tätiger Gemeinschaft zusammenschließen.

Sollte es gelingen, auf dieser breiten Grundlage unseres gesamten hiesigen Deutschtums einen allgemeinen Verband zur Erhaltung der deutschen Sprache und Kultur zu errichten, so müßte dieser naturgemäß sich nicht bloß nach unsern Verhältnissen organisieren, sondern nach diesen auch seine letzten Zwecke bemessen. Während wir gern bereit sind, vom ausländischen Vorbild zu lernen, sind wir doch stark genug, auf eigenen Füßen zu stehen. Hat uns das Fiasko des deutsch-amerikanischen Schulvereins doch gezeigt, wie geistloses Importieren zum Untergang führt. Lassen wir uns von diesem Fiasko aber nicht ab-schrecken, denn es war der Abschluß des letzten Versuchs einer Richtung, die überhaupt nur vom Importe lebt. Wenn wir uns aber ermannen und endlich selbstschöpferisch auftreten, dann sei es uns nicht hohle Phrase, daß politische wie religiöse und antireligiöse Agitation für immer ausgeschlossen sein muß. In dem heißen Wunsche, die deutsche Sprache zu erhalten, begegnet sich unser ganzes hiesiges deutsches Volk trotz aller Verschiedenheit der Meinungen und Richtungen, die hier und da leider auf Kosten der Einheit unseres Volkstums geflissentlich wachgehalten werden. Hinweg darum mit aller Cliquenwirtschaft, hinweg mit den falschen Propheten, die alle der deutschen Sache zu dienen vorgeben und dabei nur ihre eigenen Zwecke fördern. Warum aber sollte das höchste Gut eines Volkes mit all den Schätzen an Geist, Gemüt, Sitte und Kultur, unsere Muttersprache, nicht ebensogut ein Band der Einheit abgeben wie der nationale Gedanke, der seit 1870 die verschiedensten Elemente des alten Vaterlandes zur Weltmacht vereinigt?

Freilich gilt es für unser ganzes hiesiges Geistesleben einen neuen´Wurf zu tun, und besonders unsere Schulverhältnisse wären im Geiste der vorstehenden Kritik umzuschaffen. Man fürchte jedoch nicht für das bestehende Alte. Alle die Äußerungen unseres gesellig geistigen Lebens, die Vereine, Schulen, Kirchen wie die Presse können dabei nur erstarken. Das fast ausschließliche Zehren von der Einwanderung und dem Import der verschiedensten Art, das endlich doch einmal, wie jede kopflose Wirtschaft, zum Bankerott führen muß, wird aufhören, indem auch hier die Lebenskeime unseres unverwüstlichen Volkstums zur Entfaltung kommen.

Und glauben wir nicht, daß uns das einsichtige Amerikanertum, das ja längst bei den Deutschen in die Schule geht, in unsern deutschen Bestrebungen entgegengetreten werde. Hier findet sich oft mehr Verständnis und Unterstützung als bei den eigenen Volksgenossen.

„Wie im Mittelalter das Lateinische, so ist heute das Deutsche die Sprache der Gelehrsamkeit und Bildung, und kein Student kann auf diese Anspruch machen, welcher das Deutsch nicht gründlich ‚beherrscht‘,“

sagte kürzlich der Präsident unserer besten amerikanischen Universität. — Den eingefleischten Nativisten dürfen wir aber entgegenhalten, daß das Deutschtum zufällig auch eine Geschichte hat in Amerika, daß auch deutsches Blut und deutscher Fleiß die Größe unserer Republik haben gründen helfen, daß wir als echte amerikanische Bürger uns darum das Recht nicht nehmen lassen, ein eigenes Geistesleben zu führen.

An uns aber wird es liegen, ob wir, ähnlich den Helden des Revolutions- und Bürgerkrieges, zur geistigen Entwicklung dieses Landes beitragen, was an uns ist, oder ob wir, noch immer mit dem alten Fluche beladen, klanglos nach und nach zerbröckeln und in ein anderes Volkstum aufgehen, nachdem wir das reiche geistige Erbe des Vaterlandes mit der Muttersprache elend vergeudet haben. Das Verhalten unseres Deutschtums in der nächsten Zeit wird die-Antwort auf diese wichtige Frage sein.

Text aus dem Buch: Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika : aufsätze und vorträge zur deutsch-amerikanischen Bewegung, Verfasser: Goebel, Julius.

Siehe auch:
Die deutsche Bewegung in Amerika. Rückblicke und Aussichten.

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika

Nun reckt sich Österreich zur Weltmacht empor. Es nimmt Bosnien und die Herzegowina. Im Grunde war das gar nichts Besonderes, denn erstlich war der Besitz dieser beiden Länder schon ersessen, war von den fremden Regierungen schon stillschweigend anerkannt, und zweitens hatte zum mindesten Rußland schon längst, in den Abmachungen von Reichsstadt im Jahre 1876 der Donaumonarchie den beregten Gebietszuwachs zugestanden. Nun aber durchtobt auf einmal Empörung die Herzen der anderen Völker. Auf Recht oder Unrecht kommt es eben nicht an, sondern auf welche Konpunktur eine Tat stößt. Die Italiener hatten sich seit einer Reihe von Jahren Hoffnungen auf Albanien gemacht. Sie betrieben die friedliche Durchdringung der Contracosta auf jede Weise. Sie errichteten Dauerausstellungen italienischer Waren, sie schickten ihre rührigsten Agitatoren wie Podzardi, der sich in Innsbruck bewährt hatte, als Konsul nach Scutari, Durazzi, Valona und Santi Quaranta, sie unterstützten aus Staatsgeldern dieDampfergesellschaft Puglia. Selbst zur prähistorischen Forschung griffen sie, um auf die Stimmung in Albanien Eindruck zu machen. Sie suchten nachzuweisen, was ich persönlich für ganz berechtigt halte, daß die Bevölkerung Italiens zur Hälfte illyrischen Ursprungs sei. Ohnehin aber war die Unzufriedenheit mit dem Dreibund, und war noch mehr die Feindseligkeit gegen Österreich letzthin gewaltig gestiegen. Das bezeugte die rege Bautätigkeit in dem östlichen Alpengebiet, nämlich eine Tätigkeit, die sich auf die Errichtung neuer Sperrforts und die Erweiterung der schon bestehenden Festungen erstreckte. Besonders in der Heimat Tizians, bei Pieve di Cadore, von wo aus gut marschierende Truppen binnen 24 Stunden ins Herz von Tirol, nach Waidbruck am Ausgang des Grödner Tals gelangen können, wurde eifrig gebaut. Die Erregung der Italiener ist zu verstehen. Es ging und geht nicht um des Kaisers Bart sondern um sehr greifbare Werte, um die handelspolitische Durchdringung des Westbalkans und die Beherrschung der Adria. Es ist doch einmal geschichtlich so gewesen, daß von Karl V. bis zum Jahre 1866 also während vier Jahrhunderten, oder wenn man will, schon seit Rudolf von Habsburg, oder besser, seit Karl dem Großen, die österreichische, die deutsche Stellung an der Adria und in der Apenninhalbinsel selber das Haupthindernis für die italienische Einheit gewesen ist. Auch ist die Gefahr noch keineswegs ganz beseitigt, denn der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand ist den Italienern sehr feindlich gesinnt. Die Italiener haben genug an der Bedrohung von Istrien und Dalmatien aus; nur begreiflich, daß sie eine völlige Flankierung längs des Adriatischen Meeres als eine Lebensgefahr empfinden würden. Die Erinnerung an Tegethof und Lissa ist für sie nicht gerade erfreulich, zeigt sie doch eine schlimme Inferiorität der italienischen Flotte. Auf der anderen Seite ist aber die Freihaltung der Adria eine Lebensfrage für die Donaumonarchie. Sobald das Adriatische Meer auf beiden Gestaden in Brindisi sowohl wie auch in Prevessa und Valona italienisch wird, so ist die Seegeltung Österreichs erschüttert. Eine Fußfassung der Italiener auf der Balkanhalbinsel muß vollends den Habsburgern äußerst unangenehm sein, da das Haus Savoyen mit einem Hauptfeind der Habsburger, mit Montenegro, durch dynastische Bande verknüpft ist. Das Zusammengehen der Italiener mit den Zenagorzen und deren Rassegenossen im Königreich Serbien kann leicht dazu führen, einen Querriegel gegen die österreichische Ausdehnung auf dem Balkan zu schaffen. So erklärt es sich, daß die Nachricht von der Einverleibung Bosniens und der Herzegowina helle Wut in Italien erregte.

Und England schürte den Brand. Von allen Seiten her hieß es die Meute gegen Österreich anbellen. Es schien zu sagen: siehst du, wie bequem hättest du es haben können, wenn du mit uns und unseren Freunden hättest einig gehen wollen; so aber, da du dich für Deutschland entschieden, sollst du einmal merken, wie unangenehm wir werden können!

Eine Diversion brachte die Spannung zwischen Japan und der Union. England ist bis 1915 mit dem Mikado verbündet. Außerdem stand die Union ausgezeichnet mit Deutschland, das zu bekämpfen König Eduard ausgezogen war.

Die Entscheidung wurde jedoch durch die Konstellation in Europa selbst herbeigeführt. Alles bereitete sich zu einem Ernstfälle vor. Die Russen zogen im Winter 1908/09 ihre Truppen von der Westgrenze zurück, und veränderten hierdurch grundstürzend die Möglichkeiten eines feindlichen Einmarsches. Die ganze russische Stellung von Warschau bis Kiew wurde um mehrere Tagesreisen weiter nach Osten hin geschoben. Strategisch ist dies vermutlich ein ganz richtiger Gedanke. Bei der neuen Konzentration kann man einem kombinierten Angriffe deutscher und österreichischer Heere besser begegnen. Hatte man doch aus dem Feldzuge in der Mandschurei gelernt, daß es durchaus nicht immer das Beste ist, dem Feinde sofort zu begegnen, sondern daß es sich häufig empfiehlt, statt eine langgestreckte, aber sehr dünne Vormarschlinie zu entwickeln, vielmehr weiter vom Feinde entfernt eine starke Konzentration zu bewirken und ihn dort gesammelt zu erwarten. Immerhin jedoch war das Zurückziehen der polnischen und westrussischen Armeekorps ein Zeichen von Schwäche. An dem Bewußtsein der Schwäche ist denn auch die ganze Offensive der von England geführten Mächtegruppe gescheitert. Im Vorfrühling drängte alles zur blutigen Entscheidung. Allein in Petersburg wollte man nicht. Man erklärte die militärische und finanzielle Erschöpfung sei zu stark, um sich in neue Abenteuer zu stürzen. Von Paris aus bot man sogar französische Generalstabsoffiziere an, um die zerrüttete russische Armee neu zu organisieren. In Petersburg erbaten sich die Machthaber Zeit zum Nachdenken, aber nach einigen Wochen erwiderten sie, Informationen hätten ergeben, daß die russische Armee sich die Bevormundung fremder Offiziere nicht werde gefallen lassen; daher müßte sie das freundliche Anerbieten ablehnen. Trotzdem wollte namentlich Italien vom Leder ziehen. Nun aber griff England beruhigend ein. Es machte geltend, daß ohne die Hilfe Rußlands ein entscheidender Erfolg doch nicht zu erwarten sei und wiegelte daher ab. Wie so oft in der Weltgeschichte, wurde die letzte Entscheidung auch hier durch den Charakter einer einzigen Persönlichkeit bestimmt. König Eduard war der geschickteste Diplomat seiner Zeit, aber eins fehlte ihm: Er konnte sich nicht aufraffen zu entscheidender Tat. Militärische Dinge, selbst Paraden, die doch seinem prunkliebenden Auge hätten gefallen müssen, waren ihm ein Greuel. Für einen wirklich schweren Krieg war er vollends nicht zu haben.

Die Entspannung erfolgte am ersten April 1909. Sie kam so plötzlich, daß man in Wien allgemein sagte, der Friede ist ausgebrochen. Der mitteleuropäische Block, das Bündnis zwischen Deutschland und Österreich hatte sich also doch der an Zahl weit überlegenen Kombination, an deren Spitze England stand, überlegen gezeigt. Von dem Augenblick an, noch ein Jahr vor dem Tode Königs Eduards, wanderte das Schwergericht der Weltpolitik nach Mitteleuropa zurück. Auf die Tragödie folgte ein Satyrspiel. Österreich hatte bereits an der serbischen Grenze mobilisiert. Die Mobilisation geschah zum Teil deshalb, weil eine großserbische Verschwörung in Kroatien entdeckt worden war. Nun wurde behauptet, die Schriftstücke, dieeinesolcheVerschwörung dartäten, seien gefälscht. Bis zum heutigen Tage ist der gerichtliche und parlamentarische Streit darüber nicht beendet. Masaryk, der als leicht gläubiger, wenn auch sonst gescheiter und wohlwollender Mann bekannt ist, behauptet die Unechtheit und im Anschluß daran, daß alle die Millionen für die Mobilisation umsonst ausgegeben seien. Aehrenthal setzte sich für die Echtheit ein. Im Grunde ist der ganze Streit nicht sehr wichtig. Denn das kleine Serbien kam doch eigentlich kaum in Betracht. Der Aufmarsch Österreich spichtete sich doch eigentlich gegen viel größere Mächte.

Wenn wir heute von den kaleidoskopartig schnellen Veränderungen der Weltpolitik sprechen, so ist die Türkei das bedeutsamste Beispiel dafür. In keinem anderen Reiche hat die Stimmung und Haltung der führenden Kreise so ungemein hurtig gewechselt, wie in dem osmanischen. Gestern gegen die Slawen in Mazedonien, heute mit den Bandenführern der Serben und Bulgaren. Morgen droht Krieg mit Serbien, übermorgen bereitet man ein Bündnis mit Serbien gegen Bulgarien vor. Und wie in Mazedonien, so in den übrigen Teilen des ausgedehnten Reiches. Dreimal ziehen die Krieger des Sultans gegen die Albanier zu Felde.; Und dreimal wird Versöhnung und Friede angebahnt; jetzt stehen wir vor dem vierten Ausbruch. Ähnlich in Kurdestan, ähnlich in Syrien und Arabien. Einmal bekämpft man die Araber in offener Feldschlacht, dann macht ihnen die Pforte Konzessionen und bietet ihnen alles an, was das Menschenherz nur verlangen kann, um dann abermals ganze Reihen von Bataillonen hinunter nach Yemen zu schicken und mit Kanonen die Autonomiegelüste der Araber niederzukämpfen. Nicht minder ist das Verhältnis mit dem Auslande einem gleich geschwinden Wechsel unterworfen. Die endgültige Einverleibung Bosniens und der Herzegowina entfacht in Konstantinopel einen heißen Zorn und man schreitet zur Boykottierung österreichischer Waren und Schiffe. Hierauf wird man wieder gut Freund mit der Donaumonarchie. Und dann beschuldigt man sie den Aufstand in Albanien gefördert zu haben. Mit England lebt man zuerst in herrlicher Harmonie. Als aber die Türken merken, daß es die Engländer auf Mesopotamien und Südarabien abgesehen haben, da rufen sie die Kräfte des Panislamismus zum Kampfe gegen Weltbritannien auf. Neuerdings jedoch haben sie die Konzession von Willcox in Mesopotamien bewilligt und haben zwei „Wagehälse“ (Dreadnoughts) bei britischen Werften bestellt.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

Siehe auch:
Männer, Völker und Zeiten – Anfänge
Der alte Orient und Griechenland
Arier und Chinesen
Juden und Phönizier
Feudalherrschaften in China, Indien, Vorderasien und Hellas
Homer
Assyrer und Perser
Religionsstifter und Philosophen
Perserkriege
Peloponnesischer Krieg
Anfänge Roms
Politischer Niedergang Athens
Alexander der Große
China und Rom
Punische Kriege
Der Staatsbegriff im Altertum
Kelten und Romanen
Hellenismus
Wuti und Cäsar
Römischer Imperialismus
Germanen
Christentum
Die Cäsaren und die späteren Han
Römische Spätzeit – Anfänge Japans
Völkerwanderung – Weltstellung des Christentums
Die Reiche der Völkerwanderung
Der Islam
Karl der Große
Anfänge der modernen Völker
Papsttum und Kaisertum – Aufstieg des Papstes
Die Kreuzzüge
Westöstliche Kulturvermittlung
Der Kampf der Weltreligionen
Der Staatsbegriff im Mittelalter
Mongolensturm
Aufschwung der Seestädte
Die Geburt heutiger Volkstümer und Sprachen
Die Zünfte
Die Condottieri
Entdeckungen und Erfindungen : Renaissance und Reformation
Entdeckungen und Erfindungen : Europäer in Afrika, Asien und Amerika
Entdeckungen und Erfindungen : Südeuropa gegen Nordeuropa
Aufstieg der Nordvölker : Holländer und Engländer
Aufstieg der Nordvölker : Kämpfe in Ostasien
Aufstieg der Nordvölker : Abschließung Ostasiens
Aufstieg der Nordvölker : Peter der Große
Aufstieg der Nordvölker : Das Wachstum Preußens
Aufstieg der Nordvölker : England und Frankreich werden Weltmächte
Aufstieg der Nordvölker : Friedrich der Große
Aufstieg der Nordvölker : Die Vereinigten Staaten von Amerika
Zeitalter der Revolutionen : Napoleon
Zeitalter der Revolutionen : Wachstum Englands
Zeitalter der Revolutionen : Lateinisch-Amerika unabhängig
Zeitalter der Revolutionen : Heilige Allianz und Romantik
Zeitalter der Revolutionen : Die Woge des Liberalismus
Zeitalter der Revolutionen : Englands Hand über Asien und Afrika
Zeitalter der Revolutionen : 1848
Zeitalter der Revolutionen : Krimkrieg
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Ostasiens
Zeitalter der Revolutionen : Bürgerkrieg in Nordamerika
Zeitalter der Revolutionen : Einigung Italiens und Deutschlands
Zeitalter der Revolutionen : Der Mikado stürzt den Shogun
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Afrikas
Zeitalter der Revolutionen : 1870/71
Zeitalter des Nationalismus : Der Staatsbegriff in der Neuzeit
Zeitalter des Nationalismus : Disraeli
Zeitalter des Nationalismus : Russisch-türkischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Berliner Kongreß
Zeitalter des Nationalismus : Dreibund
Zeitalter des Nationalismus : Afrikanische Wirren
Zeitalter des Nationalismus : Deutsche Kolonien
Zeitalter des Nationalismus : Bismarcks Ausgang
Zeitalter des Nationalismus : Goldausbeute und Industrie
Zeitalter des Nationalismus : Wachstum der Bevölkerungen
Zeitalter des Nationalismus : Japanisch-chinesischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Jamesons-Raid
Zeitalter des Nationalismus : Der Streit um die Goldfelder in Venezuela
Zeitalter des Nationalismus : Kämpfe in vier Erdteilen
Zeitalter des Nationalismus : Spanisch-amerikanischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Nationalitätenhader in Österreich
Deutschtum und Türkei : Südmarsch der Deutschen
Deutschtum und Türkei : Kommerzieller Imperialismus
Deutschtum und Türkei : Der Sultan
Deutschtum und Türkei : Westöstliches
Deutschtum und Türkei : Mohammedaner und Christen
Deutschtum und Türkei : Kaiserbesuch
Weltkriege der Gegenwart : Burenkrieg und Boxerwirren
Weltkriege der Gegenwart : Blüte Nordamerikas
Weltkriege der Gegenwart : Japanisch-russischer Krieg
Weltkriege der Gegenwart : Hottentottenkrieg
Weltkriege der Gegenwart : Marokko
Weltkriege der Gegenwart : Eduard VII.

Männer; Völker und Zeiten

Die Gegenwart zeigt vielfach eine Art politischer Ellipsenbildung. Die großen Gewalten der Zeit sind das Angelsachsentum, das Slawentum, das Ostasiatentum und das Deutschtum.

Nirgends aber sind diese Gewalten zu einem einzigen Territorium vereinigt, im Gegenteil finden wir überall zwei Brennpunkte, wie in einer Ellipse. Dergestalt stehen sich Tokio und Peking gegenüber. Ferner Washington und London. In der Welt der Slawen herrscht ein gleicher Dualismus: das ausgedehnte Zarenreich im Norden und die kleinen, aber zahlreichen Brüder im Südwesten, nämlich Polen, Tschechen, Bulgaren, Mazedonen und Serben, von Slowenen, Ruthenen, Slowaken und so weiter zu geschweigen. Schwieriger wäre es, die romanische Welt in eine Ellipse einzuordnen. Immerhin ist auf der einen Seite das führende Frankreich, auf der andern der schwächeren, südeuropäischen Rassegenossen, sind Italiener, Spanier und Portugiesen. Selbst in der arabischen Welt kann man das gleiche Phänomen gewahren; das arabische Nordafrika hält dem arabischen Vorderasien ungefähr das Gleichgewicht.

Es sind erst zehn Jahre her, seit der Stern Schönerers und Wolfs zu verblassen begann. Vor der Wende des Jahrhunderts waren nicht nur die österreichischen Alldeutschen, sondern.auch viele tüchtige Männer der schwarz-weiß-roten Flagge der Überzeugung, besser könne es erst um die Deutschen werden, wenn die Brüder an der Donau und in den Alpen mit den nördlichen Volksgenossen durch ein einziges staatliches Band verknüpft würden. Wie das tun? Sehr einfach. „Mir haun alles z’samm.“ Mit Gewalt sollten die Habsburger unter die Hohenzollern gezwungen werden. Ich sage nicht einmal, daß solches Beginnen vollkommen unmöglich war; in jedem Falle aber war die Zeit dazu längst verpaßt. Es verhält sich mit solchen grundstürzenden Eingriffen in die Staatenkarte, wie mit dem Schmieden einer Eisenmasse. Ist die Masse noch im feurigen Fluß, so kann sie verhältnismäßig leicht bearbeitet werden, ist sie aber schon wieder erstarrt, so ist es völlig unmöglich, sie in die gewünschte Form umzuhämmern. Vielleicht bestand früher einmal die Möglichkeit, auch Österreich in den erweiterten Bundesstaat, den das neue Deutsche Reich darstellt, aufzunehmen: jetzt ist diese Möglichkeit (falls sie überhaupt bestanden hat) endgültig vorbei. Das Donaureich hat sich wieder befestigt und hat sogar, seit 1908, den Aufstieg zur Weltmacht begonnen. Die beiden mitteleuropäischen Staaten stehen sich wieder ebenbürtig gegenüber. Hier setzt nun unsre Ellipsentheorie ein. Genau so wie Angelsachsen und Ostasiaten, so scheinen auch die Deutschen dazu bestimmt zu sein, durch Pol und Gegenpol in Kreis- und Wechselströmen ihre Kraft zu entfalten.

Seitdem der Gedanke der Imperial Federation aufkam, seit dem Jahre 1884, haben sich führende Kreise in England heiß darum bemüht, Freundschaft in den volksverwandten Vereinigten Staaten zu wecken und zu steigern. Ebenso hat Japan, einige Zeitlang mit Erfolg, darnach getrachtet, China auszusöhnen, und den Himmelssohn zu gemeinsamem Handeln mit dem Mikado anzustacheln. Auch für uns handelt es sich darum, mit Österreich in dauerndem Einverständnis zu leben. Dies ist um so notwendiger, als durch ein kühles oder gar unfreundliches Verhalten Berlins Österreich geradezu unseren Gegnern, den Slawen, in die Arme getrieben würde. Genau wie später durch das feindselige Vorgehen der Japaner China den rassefremden Amerikanern zugeführt worden ist. Ohnehin sind die galizischen Polen und die Tschechen schon längst darauf aus, Österreich zu einer Slawenmacht umzuwandeln, jene vielen kleinen Slawenstämme, die im natürlichen Gegensatz zu den Russen stehen, hoffen darauf, in Wien den Kristallisationspunkt zu finden und sich dadurch Petersburg gegenüber zu behaupten. Die Nationalitätenkämpfe begannen in Österreich 1866; ernster wurden sie seit 1897 bis 1899.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

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Alexander der Große
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Kelten und Romanen
Hellenismus
Wuti und Cäsar
Römischer Imperialismus
Germanen
Christentum
Die Cäsaren und die späteren Han
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Der Islam
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Männer; Völker und Zeiten

Die Yankees aber richteten ihren Tatendurst gegen eine kleinere Macht, gegen Spanien. Sie entrissen ihm im Sommer 1898 Kuba, Portoriko und die Philippinen, sowie die Südseeinsel Guam. Dafür verlangten sie keine Kriegsentschädigung, sondern bezahlten sogar noch Geld obendrein, nämlich 82 Millionen Mark für die Philippinen. Wären die Spanier nicht so hartnäckig gewesen, so hätten sie weit mehr einsäckeln können; denn früher einmal war die Union bereit, 830 Millionen Mark für Kuba zu zahlen. So aber hat Spanien seinen westindischen Besitz glatt verloren, und hat außerdem bei der Niederwerfung des kubanischen Aufstandes 1868—1878 und 1895—1898 gut und gern zwei Milliarden Mark eingebüßt. Die Vereinigten Staaten beschritten den Weg zur Weltmacht. Sie erlangten durch ihre leichten Siege ein Doppeltes: sie setzten sich in Asien fest, und sie legten sich vor die strategisch überaus wichtige Enge von Panama. Mit geschwellten Segeln fuhren die Yankees hinaus in das Meer der Weltpolitik. Dem entspricht es, daß siein den nächsten Jahren selbst in Afrika und Europa sich einzumischen suchten, in der Türkei, wo amerikanische Missionare und amerikanische Handelsinteressen zu verteidigen sind, ferner auf Kreta, in Abessinien und Marokko.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

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Männer, Völker und Zeiten – Anfänge
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Aufstieg der Nordvölker : Holländer und Engländer
Aufstieg der Nordvölker : Kämpfe in Ostasien
Aufstieg der Nordvölker : Abschließung Ostasiens
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Zeitalter der Revolutionen : Einigung Italiens und Deutschlands
Zeitalter der Revolutionen : Der Mikado stürzt den Shogun
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Afrikas
Zeitalter der Revolutionen : 1870/71
Zeitalter des Nationalismus : Der Staatsbegriff in der Neuzeit
Zeitalter des Nationalismus : Disraeli
Zeitalter des Nationalismus : Russisch-türkischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Berliner Kongreß
Zeitalter des Nationalismus : Dreibund
Zeitalter des Nationalismus : Afrikanische Wirren
Zeitalter des Nationalismus : Deutsche Kolonien
Zeitalter des Nationalismus : Bismarcks Ausgang
Zeitalter des Nationalismus : Goldausbeute und Industrie
Zeitalter des Nationalismus : Wachstum der Bevölkerungen
Zeitalter des Nationalismus : Japanisch-chinesischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Jamesons-Raid
Zeitalter des Nationalismus : Der Streit um die Goldfelder in Venezuela
Zeitalter des Nationalismus : Kämpfe in vier Erdteilen

Männer; Völker und Zeiten