Schlagwort: Weltpolitik

Die Orientkrise und ihre Folgen fur Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich

Für Deutschland ist unter Kaiser Wilhelm II. eine neue Zeit angebrochen. So viele Fehler im einzelnen begangen wurden, so war doch der Grundgedanke, der sich durchgerungen hat, der richtige. Wie man von der Eduardschen Politik sagen muß, daß sie technisch oft glänzend, in der Gesamtrichtung aber verfehlt und durch einen nervösen und hämischen Zug entstellt war, so kann man über die Politik, die Deutschland in dieser Zeit befolgt hat, urteilen: sie war in der Technik zuweilen mangelhaft, litt an Sprüngen und Widersprüchen, aber in der Gesamttendenz war sie richtig.

Das deutsche Leben hat in den letzten dreißig oder vierzig Jahren zur Großartigkeit in der praktischen Betätigung gedrängt, und diesem Zuge suchte die Politik sich anzupassen. Es ist selbstverständlich, daß sie sich dadurch auch mit neuen Lasten beschwerte und den streng geschlossenen Charakter, den ihr Bismarck nach den großen Siegen verliehen hatte, verlor. Der Österreicher ist seit jeher an komplizierte Situationen im Innern und nach außen hin gewöhnt; England ist stets bereit, mit seinen geworbenen Matrosen und Soldaten in aller Welt Krieg zu führen. Deutschland ist jetzt in die Phase getreten, in der es, mit seiner allgemeinen Wehrpflicht, seinem allgemeinen Stimmrecht, von heute auf morgen vor die Notwendigkeit gestellt sein kann, für Interessen, deren ganze Wichtigkeit nicht auf den ersten Blick jedem im Volke einleuchtet, seine volle Kraft einsetzen zu müssen. Wenn man sich bewußt ist, daß Feldzüge nicht von den Geschützen, sondern von den Menschen, ihrer zähen Ausdauer, Opferbereitschaft und Todesverachtung entschieden werden, so wird man sich darüber klar, welche Durchdringung eines Volkes mit Staatsgefühl, aber auch welche Erweckung des politischen Sinnes erforderlich ist, wenn solche Wege mit Unerschrockenheit und Selbstvertrauen betreten werden sollen. Diese Erweckung wird vielleicht am meisten dadurch gefördert, daß Deutschlands Hauptrivale das politisch vorgeschrittenste Land, England, ist. Jeder lernt, ob er will oder nicht, von seinem Gegner.

Selbst auf die innere Politik muß die Rivalität abfärben. Damit soll nicht gesagt sein, daß Deutschland Aussicht habe, zu einer, übrigens auch in England nicht mehr vollkräftigen Parlamentsherrschaft zu gelangen. Die Macht des Parlamentarismus ist überdies nur eines der Mittel zur Annäherung an das Ideal: die Führung der Demokratie durch die Aristokratie des Geistes, der Kraft und des guten Willens. Jede Nation muß zu diesem Ziel auf dem Wege finden, der für ihre Eigenart und ihre Verhältnisse der passendste ist; aber das Ziel selbst wird durch die Entwicklung Englands am deutlichsten vor Augen geführt. In der auswärtigen Politik hat Deutschland von England den weiten Blick und die sichere Schnelligkeit der Bewegung zu lernen. Diese Vorzüge können durch die Mißgriffe, die England in den letzten zehn Jahren begangen hat, nicht verdunkelt werden, besonders da es im Begriffe scheint, sich von ihnen wenigstens teilweise loszulösen.

Die Orientkrise und ihre Folgen fur Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich

Um die römische Frage dreht sich die Hälfte der Politik in den romanischen Staaten. In Deutschland ist das Zentrum lange die führende Partei gewesen. Die polnische Frage ist größtenteils eine päpstliche Frage.

Einerlei, ob geehrt wie in Spanien und Mexiko, oder angefeindet wie in Frankreich und Italien, die Kurie ist da, sie ist ein Element, das nicht umgangen, ein Faktor, mit dem gerechnet werden muß. Gerade auch die heftigste Feindschaft gegen sie zeigt ihre Bedeutung. Die ganze innere Politik Frankreichs war zeitweilig nach der Kurie und ihrer Haltung orientiert. Und auch für die auswärtige Politik — Protektorat der Katholiken in Syrien, in China, in Marokko, in Tripolis — war nicht selten Rom der Leitstern. Denn „l’anticlericalisme n’est pas un article d’exportation“. Namentlich aber mischt sich die Kurie in die Nationalitätenkämpfe der Gegenwart und wird so unmittelbar ein Element der Weltpolitik auch da, wo sonst jede Grundlage dazu fehlen würde. Bei den Kämpfen der Kroaten und Serben, der Madjaren, der Tschechen, der Polen, der Wallonen gegen Volksfeinde und Fremde, da ist immer Rom schürend und aneifernd dabei. Es hilft dabei stets dem Schwächeren gegen den Stärkeren. Genau wie das England seit Jahrhunderten in der profanen Politik befolgt hat Namentlich aber ist die Kurie gegen das Deutschtum, in dessen philosophischem Geiste und wissenschaftlichem Forscherfreimut sie stets ihren gefährlichsten Gegner erblickt hat. Ihr wird der Plan zugeschrieben, einen großen Ring, von der Adria anfangend über Österreich nach Polen auf der einen, über die Schweiz und Lothringen bis nach Belgien auf der andern Seite um das neue Deutsche Reich zu legen, einen Ring der Erdrückung, in dem die Begünstigung der Franzosen in den Reichslanden, der Polen in Posen und den Rheinlanden nur weitere Glieder bilden würde. Der Plan kann nicht bewiesen werden, aber möglich ist er schon. Erfolge jedenfalls hat Rom sowohl gegen Bismarck als gegen Kaiser Wilhelm II. genug und übergenug aufzuweisen. Selbst die Jerusalem fahrt des Kaisers erwies sich fast als ein Triumph des Papstes. Nicht minder ist durch seine Missionen in aller Welt das Papsttum ein nie zu unterschätzender Faktor der Weltpolitik. Währenddie Missionen des Protestantismus in Dutzenden von Einzelunternehmungen nach Sekte und Nationalität zerfallen, hält die Fäden aller katholischen Missionen das collegium propagandae fidei in seiner Hand. Dadurch ist ihm eine ganz andere Nachdrücklichkeit und Andauer des Wirkens gewährleistet. Man hat es im Gabun, in Uganda, in Siam und Annam und besonders augenfällig in China gesehen, wie mächtig die katholische Mission in die Weltpolitik einzugreifen versteht.

Der Missionstätigkeit des Christentums gegenüber steht die vielleicht nicht minder eifrige des Buddhismus und die des Islams.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

Siehe auch:
Männer, Völker und Zeiten – Anfänge
Der alte Orient und Griechenland
Arier und Chinesen
Juden und Phönizier
Feudalherrschaften in China, Indien, Vorderasien und Hellas
Homer
Assyrer und Perser
Religionsstifter und Philosophen
Perserkriege
Peloponnesischer Krieg
Anfänge Roms
Politischer Niedergang Athens
Alexander der Große
China und Rom
Punische Kriege
Der Staatsbegriff im Altertum
Kelten und Romanen
Hellenismus
Wuti und Cäsar
Römischer Imperialismus
Germanen
Christentum
Die Cäsaren und die späteren Han
Römische Spätzeit – Anfänge Japans
Völkerwanderung – Weltstellung des Christentums
Die Reiche der Völkerwanderung
Der Islam
Karl der Große
Anfänge der modernen Völker
Papsttum und Kaisertum – Aufstieg des Papstes
Die Kreuzzüge
Westöstliche Kulturvermittlung
Der Kampf der Weltreligionen
Der Staatsbegriff im Mittelalter
Mongolensturm
Aufschwung der Seestädte
Die Geburt heutiger Volkstümer und Sprachen
Die Zünfte
Die Condottieri
Entdeckungen und Erfindungen : Renaissance und Reformation
Entdeckungen und Erfindungen : Europäer in Afrika, Asien und Amerika
Entdeckungen und Erfindungen : Südeuropa gegen Nordeuropa
Aufstieg der Nordvölker : Holländer und Engländer
Aufstieg der Nordvölker : Kämpfe in Ostasien
Aufstieg der Nordvölker : Abschließung Ostasiens
Aufstieg der Nordvölker : Peter der Große
Aufstieg der Nordvölker : Das Wachstum Preußens
Aufstieg der Nordvölker : England und Frankreich werden Weltmächte
Aufstieg der Nordvölker : Friedrich der Große
Aufstieg der Nordvölker : Die Vereinigten Staaten von Amerika
Zeitalter der Revolutionen : Napoleon
Zeitalter der Revolutionen : Wachstum Englands
Zeitalter der Revolutionen : Lateinisch-Amerika unabhängig
Zeitalter der Revolutionen : Heilige Allianz und Romantik
Zeitalter der Revolutionen : Die Woge des Liberalismus
Zeitalter der Revolutionen : Englands Hand über Asien und Afrika
Zeitalter der Revolutionen : 1848
Zeitalter der Revolutionen : Krimkrieg
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Ostasiens
Zeitalter der Revolutionen : Bürgerkrieg in Nordamerika
Zeitalter der Revolutionen : Einigung Italiens und Deutschlands
Zeitalter der Revolutionen : Der Mikado stürzt den Shogun
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Afrikas
Zeitalter der Revolutionen : 1870/71
Zeitalter des Nationalismus : Der Staatsbegriff in der Neuzeit
Zeitalter des Nationalismus : Disraeli
Zeitalter des Nationalismus : Russisch-türkischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Berliner Kongreß
Zeitalter des Nationalismus : Dreibund
Zeitalter des Nationalismus : Afrikanische Wirren
Zeitalter des Nationalismus : Deutsche Kolonien
Zeitalter des Nationalismus : Bismarcks Ausgang
Zeitalter des Nationalismus : Goldausbeute und Industrie
Zeitalter des Nationalismus : Wachstum der Bevölkerungen
Zeitalter des Nationalismus : Japanisch-chinesischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Jamesons-Raid
Zeitalter des Nationalismus : Der Streit um die Goldfelder in Venezuela
Zeitalter des Nationalismus : Kämpfe in vier Erdteilen
Zeitalter des Nationalismus : Spanisch-amerikanischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Nationalitätenhader in Österreich
Deutschtum und Türkei : Südmarsch der Deutschen
Deutschtum und Türkei : Kommerzieller Imperialismus
Deutschtum und Türkei : Der Sultan
Deutschtum und Türkei : Westöstliches
Deutschtum und Türkei : Mohammedaner und Christen
Deutschtum und Türkei : Kaiserbesuch
Weltkriege der Gegenwart : Burenkrieg und Boxerwirren
Weltkriege der Gegenwart : Blüte Nordamerikas
Weltkriege der Gegenwart : Japanisch-russischer Krieg
Weltkriege der Gegenwart : Hottentottenkrieg
Weltkriege der Gegenwart : Marokko
Weltkriege der Gegenwart : Eduard VII.
Weltkriege der Gegenwart : Bosnien
Weltkriege der Gegenwart : Persien
Weltkriege der Gegenwart : Spannung zwischen Union und Japan
Weltkriege der Gegenwart : Parlamentarismus im Orient
Weltkriege der Gegenwart : Panama
Weltkriege der Gegenwart : Tibet
Weltkriege der Gegenwart : Ein japanisches Festlandreich
Weltkriege der Gegenwart : Kiderlen
Weltkriege der Gegenwart : Mexiko
Weltkriege der Gegenwart : Agadir und Tripolis
Weltkriege der Gegenwart : Revolution in China
Deutsche Kulturbeziehungen zum Ausland
Faktoren der Gegenwart : Das monarchische Prinzip

Männer; Völker und Zeiten

Nun reckt sich Österreich zur Weltmacht empor. Es nimmt Bosnien und die Herzegowina. Im Grunde war das gar nichts Besonderes, denn erstlich war der Besitz dieser beiden Länder schon ersessen, war von den fremden Regierungen schon stillschweigend anerkannt, und zweitens hatte zum mindesten Rußland schon längst, in den Abmachungen von Reichsstadt im Jahre 1876 der Donaumonarchie den beregten Gebietszuwachs zugestanden. Nun aber durchtobt auf einmal Empörung die Herzen der anderen Völker. Auf Recht oder Unrecht kommt es eben nicht an, sondern auf welche Konpunktur eine Tat stößt. Die Italiener hatten sich seit einer Reihe von Jahren Hoffnungen auf Albanien gemacht. Sie betrieben die friedliche Durchdringung der Contracosta auf jede Weise. Sie errichteten Dauerausstellungen italienischer Waren, sie schickten ihre rührigsten Agitatoren wie Podzardi, der sich in Innsbruck bewährt hatte, als Konsul nach Scutari, Durazzi, Valona und Santi Quaranta, sie unterstützten aus Staatsgeldern dieDampfergesellschaft Puglia. Selbst zur prähistorischen Forschung griffen sie, um auf die Stimmung in Albanien Eindruck zu machen. Sie suchten nachzuweisen, was ich persönlich für ganz berechtigt halte, daß die Bevölkerung Italiens zur Hälfte illyrischen Ursprungs sei. Ohnehin aber war die Unzufriedenheit mit dem Dreibund, und war noch mehr die Feindseligkeit gegen Österreich letzthin gewaltig gestiegen. Das bezeugte die rege Bautätigkeit in dem östlichen Alpengebiet, nämlich eine Tätigkeit, die sich auf die Errichtung neuer Sperrforts und die Erweiterung der schon bestehenden Festungen erstreckte. Besonders in der Heimat Tizians, bei Pieve di Cadore, von wo aus gut marschierende Truppen binnen 24 Stunden ins Herz von Tirol, nach Waidbruck am Ausgang des Grödner Tals gelangen können, wurde eifrig gebaut. Die Erregung der Italiener ist zu verstehen. Es ging und geht nicht um des Kaisers Bart sondern um sehr greifbare Werte, um die handelspolitische Durchdringung des Westbalkans und die Beherrschung der Adria. Es ist doch einmal geschichtlich so gewesen, daß von Karl V. bis zum Jahre 1866 also während vier Jahrhunderten, oder wenn man will, schon seit Rudolf von Habsburg, oder besser, seit Karl dem Großen, die österreichische, die deutsche Stellung an der Adria und in der Apenninhalbinsel selber das Haupthindernis für die italienische Einheit gewesen ist. Auch ist die Gefahr noch keineswegs ganz beseitigt, denn der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand ist den Italienern sehr feindlich gesinnt. Die Italiener haben genug an der Bedrohung von Istrien und Dalmatien aus; nur begreiflich, daß sie eine völlige Flankierung längs des Adriatischen Meeres als eine Lebensgefahr empfinden würden. Die Erinnerung an Tegethof und Lissa ist für sie nicht gerade erfreulich, zeigt sie doch eine schlimme Inferiorität der italienischen Flotte. Auf der anderen Seite ist aber die Freihaltung der Adria eine Lebensfrage für die Donaumonarchie. Sobald das Adriatische Meer auf beiden Gestaden in Brindisi sowohl wie auch in Prevessa und Valona italienisch wird, so ist die Seegeltung Österreichs erschüttert. Eine Fußfassung der Italiener auf der Balkanhalbinsel muß vollends den Habsburgern äußerst unangenehm sein, da das Haus Savoyen mit einem Hauptfeind der Habsburger, mit Montenegro, durch dynastische Bande verknüpft ist. Das Zusammengehen der Italiener mit den Zenagorzen und deren Rassegenossen im Königreich Serbien kann leicht dazu führen, einen Querriegel gegen die österreichische Ausdehnung auf dem Balkan zu schaffen. So erklärt es sich, daß die Nachricht von der Einverleibung Bosniens und der Herzegowina helle Wut in Italien erregte.

Und England schürte den Brand. Von allen Seiten her hieß es die Meute gegen Österreich anbellen. Es schien zu sagen: siehst du, wie bequem hättest du es haben können, wenn du mit uns und unseren Freunden hättest einig gehen wollen; so aber, da du dich für Deutschland entschieden, sollst du einmal merken, wie unangenehm wir werden können!

Eine Diversion brachte die Spannung zwischen Japan und der Union. England ist bis 1915 mit dem Mikado verbündet. Außerdem stand die Union ausgezeichnet mit Deutschland, das zu bekämpfen König Eduard ausgezogen war.

Die Entscheidung wurde jedoch durch die Konstellation in Europa selbst herbeigeführt. Alles bereitete sich zu einem Ernstfälle vor. Die Russen zogen im Winter 1908/09 ihre Truppen von der Westgrenze zurück, und veränderten hierdurch grundstürzend die Möglichkeiten eines feindlichen Einmarsches. Die ganze russische Stellung von Warschau bis Kiew wurde um mehrere Tagesreisen weiter nach Osten hin geschoben. Strategisch ist dies vermutlich ein ganz richtiger Gedanke. Bei der neuen Konzentration kann man einem kombinierten Angriffe deutscher und österreichischer Heere besser begegnen. Hatte man doch aus dem Feldzuge in der Mandschurei gelernt, daß es durchaus nicht immer das Beste ist, dem Feinde sofort zu begegnen, sondern daß es sich häufig empfiehlt, statt eine langgestreckte, aber sehr dünne Vormarschlinie zu entwickeln, vielmehr weiter vom Feinde entfernt eine starke Konzentration zu bewirken und ihn dort gesammelt zu erwarten. Immerhin jedoch war das Zurückziehen der polnischen und westrussischen Armeekorps ein Zeichen von Schwäche. An dem Bewußtsein der Schwäche ist denn auch die ganze Offensive der von England geführten Mächtegruppe gescheitert. Im Vorfrühling drängte alles zur blutigen Entscheidung. Allein in Petersburg wollte man nicht. Man erklärte die militärische und finanzielle Erschöpfung sei zu stark, um sich in neue Abenteuer zu stürzen. Von Paris aus bot man sogar französische Generalstabsoffiziere an, um die zerrüttete russische Armee neu zu organisieren. In Petersburg erbaten sich die Machthaber Zeit zum Nachdenken, aber nach einigen Wochen erwiderten sie, Informationen hätten ergeben, daß die russische Armee sich die Bevormundung fremder Offiziere nicht werde gefallen lassen; daher müßte sie das freundliche Anerbieten ablehnen. Trotzdem wollte namentlich Italien vom Leder ziehen. Nun aber griff England beruhigend ein. Es machte geltend, daß ohne die Hilfe Rußlands ein entscheidender Erfolg doch nicht zu erwarten sei und wiegelte daher ab. Wie so oft in der Weltgeschichte, wurde die letzte Entscheidung auch hier durch den Charakter einer einzigen Persönlichkeit bestimmt. König Eduard war der geschickteste Diplomat seiner Zeit, aber eins fehlte ihm: Er konnte sich nicht aufraffen zu entscheidender Tat. Militärische Dinge, selbst Paraden, die doch seinem prunkliebenden Auge hätten gefallen müssen, waren ihm ein Greuel. Für einen wirklich schweren Krieg war er vollends nicht zu haben.

Die Entspannung erfolgte am ersten April 1909. Sie kam so plötzlich, daß man in Wien allgemein sagte, der Friede ist ausgebrochen. Der mitteleuropäische Block, das Bündnis zwischen Deutschland und Österreich hatte sich also doch der an Zahl weit überlegenen Kombination, an deren Spitze England stand, überlegen gezeigt. Von dem Augenblick an, noch ein Jahr vor dem Tode Königs Eduards, wanderte das Schwergericht der Weltpolitik nach Mitteleuropa zurück. Auf die Tragödie folgte ein Satyrspiel. Österreich hatte bereits an der serbischen Grenze mobilisiert. Die Mobilisation geschah zum Teil deshalb, weil eine großserbische Verschwörung in Kroatien entdeckt worden war. Nun wurde behauptet, die Schriftstücke, dieeinesolcheVerschwörung dartäten, seien gefälscht. Bis zum heutigen Tage ist der gerichtliche und parlamentarische Streit darüber nicht beendet. Masaryk, der als leicht gläubiger, wenn auch sonst gescheiter und wohlwollender Mann bekannt ist, behauptet die Unechtheit und im Anschluß daran, daß alle die Millionen für die Mobilisation umsonst ausgegeben seien. Aehrenthal setzte sich für die Echtheit ein. Im Grunde ist der ganze Streit nicht sehr wichtig. Denn das kleine Serbien kam doch eigentlich kaum in Betracht. Der Aufmarsch Österreich spichtete sich doch eigentlich gegen viel größere Mächte.

Wenn wir heute von den kaleidoskopartig schnellen Veränderungen der Weltpolitik sprechen, so ist die Türkei das bedeutsamste Beispiel dafür. In keinem anderen Reiche hat die Stimmung und Haltung der führenden Kreise so ungemein hurtig gewechselt, wie in dem osmanischen. Gestern gegen die Slawen in Mazedonien, heute mit den Bandenführern der Serben und Bulgaren. Morgen droht Krieg mit Serbien, übermorgen bereitet man ein Bündnis mit Serbien gegen Bulgarien vor. Und wie in Mazedonien, so in den übrigen Teilen des ausgedehnten Reiches. Dreimal ziehen die Krieger des Sultans gegen die Albanier zu Felde.; Und dreimal wird Versöhnung und Friede angebahnt; jetzt stehen wir vor dem vierten Ausbruch. Ähnlich in Kurdestan, ähnlich in Syrien und Arabien. Einmal bekämpft man die Araber in offener Feldschlacht, dann macht ihnen die Pforte Konzessionen und bietet ihnen alles an, was das Menschenherz nur verlangen kann, um dann abermals ganze Reihen von Bataillonen hinunter nach Yemen zu schicken und mit Kanonen die Autonomiegelüste der Araber niederzukämpfen. Nicht minder ist das Verhältnis mit dem Auslande einem gleich geschwinden Wechsel unterworfen. Die endgültige Einverleibung Bosniens und der Herzegowina entfacht in Konstantinopel einen heißen Zorn und man schreitet zur Boykottierung österreichischer Waren und Schiffe. Hierauf wird man wieder gut Freund mit der Donaumonarchie. Und dann beschuldigt man sie den Aufstand in Albanien gefördert zu haben. Mit England lebt man zuerst in herrlicher Harmonie. Als aber die Türken merken, daß es die Engländer auf Mesopotamien und Südarabien abgesehen haben, da rufen sie die Kräfte des Panislamismus zum Kampfe gegen Weltbritannien auf. Neuerdings jedoch haben sie die Konzession von Willcox in Mesopotamien bewilligt und haben zwei „Wagehälse“ (Dreadnoughts) bei britischen Werften bestellt.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

Siehe auch:
Männer, Völker und Zeiten – Anfänge
Der alte Orient und Griechenland
Arier und Chinesen
Juden und Phönizier
Feudalherrschaften in China, Indien, Vorderasien und Hellas
Homer
Assyrer und Perser
Religionsstifter und Philosophen
Perserkriege
Peloponnesischer Krieg
Anfänge Roms
Politischer Niedergang Athens
Alexander der Große
China und Rom
Punische Kriege
Der Staatsbegriff im Altertum
Kelten und Romanen
Hellenismus
Wuti und Cäsar
Römischer Imperialismus
Germanen
Christentum
Die Cäsaren und die späteren Han
Römische Spätzeit – Anfänge Japans
Völkerwanderung – Weltstellung des Christentums
Die Reiche der Völkerwanderung
Der Islam
Karl der Große
Anfänge der modernen Völker
Papsttum und Kaisertum – Aufstieg des Papstes
Die Kreuzzüge
Westöstliche Kulturvermittlung
Der Kampf der Weltreligionen
Der Staatsbegriff im Mittelalter
Mongolensturm
Aufschwung der Seestädte
Die Geburt heutiger Volkstümer und Sprachen
Die Zünfte
Die Condottieri
Entdeckungen und Erfindungen : Renaissance und Reformation
Entdeckungen und Erfindungen : Europäer in Afrika, Asien und Amerika
Entdeckungen und Erfindungen : Südeuropa gegen Nordeuropa
Aufstieg der Nordvölker : Holländer und Engländer
Aufstieg der Nordvölker : Kämpfe in Ostasien
Aufstieg der Nordvölker : Abschließung Ostasiens
Aufstieg der Nordvölker : Peter der Große
Aufstieg der Nordvölker : Das Wachstum Preußens
Aufstieg der Nordvölker : England und Frankreich werden Weltmächte
Aufstieg der Nordvölker : Friedrich der Große
Aufstieg der Nordvölker : Die Vereinigten Staaten von Amerika
Zeitalter der Revolutionen : Napoleon
Zeitalter der Revolutionen : Wachstum Englands
Zeitalter der Revolutionen : Lateinisch-Amerika unabhängig
Zeitalter der Revolutionen : Heilige Allianz und Romantik
Zeitalter der Revolutionen : Die Woge des Liberalismus
Zeitalter der Revolutionen : Englands Hand über Asien und Afrika
Zeitalter der Revolutionen : 1848
Zeitalter der Revolutionen : Krimkrieg
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Ostasiens
Zeitalter der Revolutionen : Bürgerkrieg in Nordamerika
Zeitalter der Revolutionen : Einigung Italiens und Deutschlands
Zeitalter der Revolutionen : Der Mikado stürzt den Shogun
Zeitalter der Revolutionen : Erschließung Afrikas
Zeitalter der Revolutionen : 1870/71
Zeitalter des Nationalismus : Der Staatsbegriff in der Neuzeit
Zeitalter des Nationalismus : Disraeli
Zeitalter des Nationalismus : Russisch-türkischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Berliner Kongreß
Zeitalter des Nationalismus : Dreibund
Zeitalter des Nationalismus : Afrikanische Wirren
Zeitalter des Nationalismus : Deutsche Kolonien
Zeitalter des Nationalismus : Bismarcks Ausgang
Zeitalter des Nationalismus : Goldausbeute und Industrie
Zeitalter des Nationalismus : Wachstum der Bevölkerungen
Zeitalter des Nationalismus : Japanisch-chinesischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Der Jamesons-Raid
Zeitalter des Nationalismus : Der Streit um die Goldfelder in Venezuela
Zeitalter des Nationalismus : Kämpfe in vier Erdteilen
Zeitalter des Nationalismus : Spanisch-amerikanischer Krieg
Zeitalter des Nationalismus : Nationalitätenhader in Österreich
Deutschtum und Türkei : Südmarsch der Deutschen
Deutschtum und Türkei : Kommerzieller Imperialismus
Deutschtum und Türkei : Der Sultan
Deutschtum und Türkei : Westöstliches
Deutschtum und Türkei : Mohammedaner und Christen
Deutschtum und Türkei : Kaiserbesuch
Weltkriege der Gegenwart : Burenkrieg und Boxerwirren
Weltkriege der Gegenwart : Blüte Nordamerikas
Weltkriege der Gegenwart : Japanisch-russischer Krieg
Weltkriege der Gegenwart : Hottentottenkrieg
Weltkriege der Gegenwart : Marokko
Weltkriege der Gegenwart : Eduard VII.

Männer; Völker und Zeiten

Das deutsche Volk hat vier große Ausdehnungsepochen erlebt: zur Zeit der Völkerwanderung zogen germanisch-deutsche Stämme über Donau, Main und Rhein und erfüllten all die Lande bis zu den Alpen und bis zum Wasgenwald. Daß diese Gebiete dauernd behauptet wurden, ist ein glänzender Beweis für die neuerdings oft angezweifelte Kolonisationsfähigkeit unseres Volkes. Ein zweites Zeitalter begann mit Karl dem Großen. Die Slaven, die inzwischen nachgerückt waren, wurden zurückgedrängt. Eine Reihe von Ostmarken, bis hinunter nach Siebenbürgen und hinauf bis nach Estland und Livland, wurde begründet. Nicht eher trat Ruhe ein, bevor die ganze Ostsee so gut wie ein deutsches Binnenmeer geworden war. Sehr bald nach Kolumbus begann dann eine überseeische Auswanderung, die bis zur Gegenwart anhält. Als viertes Gebiet deutscher Siedlungstätigkeit ist Südeuropa zu nennen. Von den Zügen der Burgunder, Langobarden und Franken, die alle von deutscher Erde kamen, über die Romfahrten unserer Kaiser, über den Kreuzzug Barbarossas, dem bei dieser Gelegenheit Nemanja der Serbenzar als Vasall huldigte, bis zu den Türkenkriegen, der österreichischen Herrschaft in Italien und der Besetzung Bosniens führt im Grunde nur eine einzige große Linie. Die Versuche früherer Zeiten hatten jedoch keinen dauernden Erfolg; erst von den Taten Prinz Eugens hebt ein frisches Zeitalter bleibender Siedlung von immer wachsender Macht an. Zwar wird Serbien, das unter Prinz Eugen und Maximilian von Bayern erobert worden war, zurückgegeben, allein Ungarn wird wenigstens den Türken für immer entrissen, und an seinem Südsaume wohnen heute schwäbische Bauern bis an das Eiserne Tor. Auch nach dem Adriatischen Meere zu setzt eine neue deutsche Wanderung ein, die allerdings zum großen Teile durch die wiederum anschwellende italienische und slawische Flut verschlungen wird. Demgemäß war die Einverleibung Bosniens und der Herzegowina in die österreichisch-ungarische Monarchie 1879/82 nur ein Glied in der langen, fast nie abbrechenden Kette deutscher Südwanderung.

Die Welt ist in der Gegenwart eng geworden, für niemand aber enger als für die Deutschen. Hat der Brite ungefähr ein siebtel Quadratkilometer unbebauten Landes für sich zur Verfügung, können der Russe ein elftel und der Yankee immerhin ein zwanzigstel Quadratkilometer für sich beanspruchen, so steht dem Deutschen nur ein achtzigstel Quadratkilometer Landes unter der eigenen Flagge offen. Es ist wahr, Millionen von unseren Volksgenossen haben eine Heimat in Amerika, Südafrika und Australien gefunden. Weil sie aber in jene überseeischen Gebiete kamen, als sie schon von fremden Mächten besetzt waren, so konnten sie sich dem Drucke fremder Staatsgewalt nicht entziehen und wurden entweder schon entvolklicht oder sind gegenwärtig, mit Ausnahme vielleicht von Pennsylvanien und Südbrasilien, im Begriffe, ihr Volkstum zu verlieren. Schon Caprivi sagte:

„Wir müssen entweder Menschen oder Waren exportieren.“

Wir haben uns notgedrungen auf die Waren verlegt und sind so zu einer weitgehenden Industrialisierung gelangt. Es wäre denkbar, daß im Osten und Südosten noch neues Land für deutsche Bauern zu finden wäre. Einstweilen jedoch ist der Gedanke daran in den maßgebenden Kreisen vollkommen verblaßt. So kam es denn, daß das Deutschtum in eine bedenkliche Enge geraten ist. Es gleicht einem überhitzten Dampfkessel, der zu platzen droht. Zugleich war der fast gänzliche Verzicht auf eine tätige auswärtige Politik von schlimmen geistigen Folgen begleitet. Eine übermäßige Steigerung innerer Kämpfe trat ein. Wir gleichen fast zwei Mühlsteinen, die nichts mehr zu mahlen haben, und die sich deshalb gegenseitig zerschroten und tiefe Wunden zufügen. Außerdem ist aber selbst der Bestand unserer staatlichen Macht bedroht. Wenn alle andern wachsen, wenn England und Frankreich, wenn Japan und Amerika fortwährend ihren Besitz und ihre Einflußkreise ausdehnen, so kann das unmöglich auf das im Stillstände verharrende Mittel-Europa ohne Rückwirkung bleiben. Andere gewinnen — und wir verlangten niemals Kompensationen. Es ist klar, daß, wenn eine solche Politik länger andauert, das Gleichgewicht in der Weltpolitik empfindlich gestört werden muß. So ist denn auch tatsächlich bereits seit mehreren Jahren das bisher kaum bestrittene Übergewicht Deutschlands ins Schwanken geraten. Wenn man die Entwicklung genau verfolgt, so kann man sogar sagen, daß der Niedergang bereits in der letzten Zeit Bismarcks anfing. Schon Bismarck war nur mit großer Mühe zur Erwerbung von Kolonien zu bewegen, schon er vernachlässigte die Flotte; auch ist er an dem Uganda-Vertrag, durch den nicht nur ein blühendes Reich mit 3 Millionen Einwohnern an England weggeschenkt, sondern auch der Plan eines transkontinentalen deutschen Länderringes durch ganz Mittelafrika vereitelt wurde, nicht ganz unschuldig. Nur das Gesetz der Trägheit ließ den Reichswagen noch weiter rollen, und der Glanz, der von Bismarck ausging, blendete noch ein Jahrzehnt hindurch die Augen der andern Völker, so daß sie das Sinken unserer Macht vorerst nicht wahrnahmen. Stillstand ist eben Rückgang. Und heute ist uns nicht nur die Möglichkeit, neue Siedlungsgebiete zu bekommen, erschwert, wenn nicht verhindert, sondern es handelt sich auch um unsere ganze staatliche Zukunft.

Text aus dem Buch: Männer, Völker und Zeiten, eine Weltgeschichte in einem Bande, Verfasser: Wirth, Albrecht.

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