Deutsche Geschichte-Zeittafel (500000—10000 v.Z. Eiszeit-1941)

Das Frankenreich – eine germanische Weltmacht.
Chlodwig erstrebt die Vorherrschaft um unter den Germanen.
Chlodwig wird Alleinherrscher der Franken.

Viele Gaue gab es im Lande der Franken und viele Gaufürsten. Einer unter ihnen war Chlodwig (Ludwig) aus dem Geschlechte der Merwinger.

Er war klug, ehrgeizig und unerschrocken, aber auch gewalttätig. Die weitgehende staatliche Zersplitterung war seinem starken Herrseherwillen unerträglich. Ebenso wie Theoderich wollte auch er die germanische Kraft zusammenballen. Alleinherrscher der Franken — Herrscher aller Germanen — das waren Chlodwigs Ziele. Zunächst beseitigte er die fränkischen Gau-fürsten, fast alles seine Vettern. Jedes Mittel war ihm recht, um sein Ziel zu erreichen.

Chlodwig will Germanien zur Einheit zwingen.

Als Chlodwig die Macht über alle Franken in seiner Hand hielt begann er sofort, die übrigen Teile Galliens zu unterwerfen. Sein erster Schlag traf den letzten Rest des römischen Reiches in Nordfrankreich mit der Hauptstadt Paris. Dann wandte er sich mit seinem Heere gegen den germanischen Bruderstamm der Alamannen. Grimmig wehrten sich die Angegriffenen. Die Franken kämpften mit ihrer gefürchteten Streitaxt, dem scharf geschliffenen „Schildspalter“. Aber die Alamannen hielten stand. Helden fochten gegen Helden, Germanen gegen Germanen! Lange Zeit war der Ausgang der blutigen Schlacht ungewiß. Doch mit letzter Kraft hefteten Chlodwig und seine kampfgeübten Franken auch diesen Sieg an ihre Fahnen. Die Burgunder und die Westgoten ereilte dasselbe Schicksal wie die Alamannen. Chlodwig entriß ihnen wertvolle Teile ihres Landes. Er hätte die germanischen Nachbarvölker vollständig unter seine Herrschaft gebracht, wenn nicht Theodcrich, der ein großgermanisches Reich unter gotischer Führung erstrebte, gewesen wäre.

Germanisches Blut und fremder Geist.

Um die germanischen Nachbarn mit Gewalt zu unterwerfen, brauchte Chlodwig einen Bundesgenossen. Er fand ihn in der römisch-katholischen Kirche, der die römisch-keltischen Untertanen im Gebiete der Westfranken angehörten. Chlodwigs Gemahlin, eine burgundische Königstochter, war bereits getauft und christlich erzogen. Sie bestärkte ihren Gatten in seinem Vorsatz, und so trat Chlodwig bald nach dem Alamannenkriege zur römisch-katholischen Kirche über. Auch der Kirche war an dem Bündnis mit dem Frankenkönig sehr gelegen. Zum. erstenmal trat ein germanischer König der römischen Kirche bei; denn die Goten waren Arianer, erkannten den Papst nicht an und wurden von der katholischen Kirche als Ketzer angesehen. Die Kirche konnte ihren Jubel nicht unterdrücken. „Beuge dein Haupt, stolzer Sigambrer! Bete an, was du verbrannt, verbrenne, was du angebetet hast“, triumphierte der Priester bei der Taufe.

Es waren ungleiche Bundesgenossen, die sich zusammengefunden hatten. Chlodwig wollte die germanische Macht unter seiner Herrschaft fest zusammenfassen. Der Papst aber hoffte, durch die Bekehrung mit dem germanischen Kampfgeist fertig zu werden.

Bei allen seinen Machtbestrebungen wurde Chlodwig von nun an von der Kirche besonders unterstützt. Schon in seinem Kampf gegen die Westgoten fand er die Hilfe katholischer Priester, die das Volk gegen seine gotischen Herren aufbrachten. Chlodwig rief zu dem Kriegszug mit den Worten auf: „Es bekümmert mich, daß die Arianer einen Teil Galliens besitzen; laßt uns mit Gottes Hilfe aufbrechen, sie besiegen und ihr Land in unsere Gewalt bringen.“ — Das Germanentum aber mußte die Kosten des Bündnisses mit der Papstkirche tragen. Mit germanischem Blüte wurde ein neues Reich gegründet, doch römisch-christlicher Geist gewann darin für Jahrhunderte entscheidende Bedeutung.

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Deutsche Geschichte

Für den Glauben seiner Vorfahren, für die Freiheit und Eigenständigkeit seines Volkes kämpft Widukind einen vergeblichen Kampf. Indes, seine Zähigkeit und bodenverwurzelte Treue erheben ihn über den Mißerfolg. Ein altgermanischer Held!

Die Einzelnen Abschnitte zur Deutschen Geschichte:
Germanen der älteren Bronzezeit (um 1600 v.Chr)
Theoderich der Große
Hermann der Cherusker (Arminius)
Die Krone des Heiligen Römischen Reich
Karl der Große
Sachsenherzog Widukind
Otto der Große
Kaiser Heinrich II.
Siegel Otto des Großen und Heunrichs IV.
Der Bamberger Reiter
Heinrich der Löwe
Kaiser Friedrich I. (Barbarossa)
Rudolf von Habsburg
Kaiser Maximillian I.
Kaiser Karl V.
Martin Luther
Albrecht Wallenstein, Herzog von Friedland
Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst
Prinz Eugen
Friedrich der Große
Kaiserin Maria Theresia
Kaiser Josef II.
Erzherzog Karl von Österreich-Teschen
Andreas Hofer
Das letzte Aufgebot (1809)
Freiherr vom und zum Stein
Gebhard Leberecht Fürst von Blücher
Gerhard von Scharnhorst
Ernst Moritz Arndt
Der Wiener Kongreß
Kaiser Wilhelm I.
Otto von Bismarck
Reichspräsident Hindenburg
Der Berliner Kongreß
Krieger vom Grabmal des Unbekannten Soldaten
Conrad von Hötzendorf
Heldenfriedhof der Tiroler Kaiserjäger am Pordoijoch in den Dolomiten
Erich Ludendorff
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler
Großdeutschland entsteht!

Landkarten Deutsche Geschichte:
Die germanische Weltherrschaft zur Zeit des Theoderich
Das Reich Karls des Großen
Das Heilige Römische Reich auf der Höhe seiner Macht : Deutschland um 1197
Die Auflösung des Heiligen Reiches um 1500
Der Kampf um das Zweite Reich
Das deutsche Sprachgebiet in Europa

Abbildungen Deutsche Geschichte

Abbildungen Golgatha des Nordens Werner Graul

Jahrhunderte später ließ noch einmal das Vertrauen auf die alten Rechte die Stedinger Bauern gegen den Bischhof von Bremen käpfen. Wieder gab es einen »Heiligen Krieg«. Hurtige Mönche streiften durch die Gaue und gewährten Ablaß der Sünden für die Beteiligung an dem Zug des Kreuzes gegen die Stedinger. Und wieder siegte das Kreuz, gingen die Besiegten in den Tod und Ausrottung unter.

Zuviel Blut, zuviel Fluch, zuviel Schuld für diese Siege. Wenn Kreuze starrend im Lande stehen, so künden sie vom Sterben. Sie werden zu Zeichen des Todes, darin liegt die Vergeltung des lebendigen Blute, das für den Sieg des Schandmals von Golgatha in Nordlands Erde vergossen wurde.

Und Widukind?

Nach der Schlacht am Kaiserflusse ließ Karl ihn durch Saxen überreden, daß er seinen Widerstand aufgäbe und sich seiner Gnade anvertraue. Darauf erschien Widukind tief in Westfranken, in Attigny, und nahm die Taufe. Karl selbst versah die Patenstelle bei seinem langjährigen Gegner und ehrte ihn durch reiche Geschenke. Nach der Taufe kehrte Widukind in seine ureigenste Heimat zurück. Nachdem er seine Irrtümer aufgegeben hatte, kam er zur Erkenntnis der Wahrheit. Wie er vordem ein wilder Zerstörer der Kirchen war, so ist er dann der allerchristlichste Anbeter Gottes und seiner Heiligtümer geworden.

So berichtet die Geschichtsschreibung im Dienst Roms, doch die Harmonie der Gegner nach dem erbitterten Vernichtungskrieg ist nicht nur verdächtig, sonder psychologisch nachgerechnet eine Fälschung zum höheren Ruhme Jehovas. Die römische Darstellung widerlegt nicht die Vermutung, daß Widukind durch Wortbruch in Karls Gewalt nach Attigny gebracht und zur Taufe gezwungen wurde, denn dazu gehörte nicht der freie Wille Widukinds, sondern nur die Macht Karls, ein Priester und ein Tropfen Wasser. – Sind Kreuz und Kutte für einen verstockten Heiden nicht reiche Geschenke? Der Bericht widerlegt auch nicht die Vermutung, daß Widukind wie der andere Gegner Karls, der Bayernherzog Tassilo, in ein Kloster verbannt wurde, denn was ist die »ureigenste Heimat« in der Auffassung des Christentums jener Zeit?

Widukinds Ausgang ist in Dunkel gehüllt.

Hell aber leuchtet die Wahrheit: »Karl, der von Gott gekrönte große und Friedensbringende Kaiser der Römer« überwand Widukind, den Saxenherzog und machte ihn zum Christen. Dazu wird ihm jedes Mittel recht gewesen sein.

Rom hat beide heilig gesprochen, beide:
Widukind und Karl.

Siehe auch:
Irminsul
Heiliges Licht
Lebendige Gotik
Schändung
Sieg der Ehre
Widukind
Taufe
Zeichen des Todes
Hingabe
Statthalter Jehoschuach
Römischer Kaiser
Offenbarendes Symbol

Abbildungen Werner Graul Zeichen des Todes