Zucht ist angewandtes Wissen von der Vererbung

Wir wollen nicht mißverstanden werden:

Wir leugnen nicht die Seele, wenn wir die artgemäße Schönheit unserer Art als volksverpflichtende Frage des Blutes bejahen. Wir glauben nur, daß die Seele ebenso der Artbedingtheit unterworfen ist wie der Leib. Denn wie ließe es sich sonst erklären, daß es Feiglinge und Helden, vaterlandslose Gesellen und pflichtbewußte Landesverteidiger gibt!

Weil das alles aber so ist, muß uns das Weib guter Art, das gesunde Mädchen wertvollen Blutes wieder das werden, was es unseren Vorfahren schon war: heilig! Das Wort „heilig“ sagt, daß es uns „Heil“ bringen soll: wie uns „mächtig“ die „Macht“ und „zornig“ den „Zorn“ bringt. Das gutgeartete, gesunde Mädchen unseres Blutes soll uns wieder „Heil“ bringen.

Das Weib ist wie der Acker, der den Sämann braucht, um Korn wachsen lassen zu können. Und wie der Acker die Güte der Frucht bedingt, bedingt die Frau den Wert des Kindes.

Nachdem wir in diesem Jahrhundert gelernt haben, daß es eine Vererbung der menschlichen Eigenschaften gibt, ist es eine Folgerung des gesunden Menschenverstandes, sich auch den Gesetzen der Zucht zu unterwerfen. Mag es vor einem Vierteljahrhundert, ja, bis in unsere Zeit hinein noch einen entwertenden Beigeschmack gehabt haben, Gedanken der Zucht auf den Menschen übertragen zu wollen, so zwingen uns heute die neuen Erkenntnisse von der Vererbung und damit unser Wissen von der Heiligkeit unseres Blutes dazu, die Zucht zur Grundlage staatlicher Vernunft zu erheben.

Zucht als angewandtes Wissen von der Vererbung muß zum Hochziel strebenden Menschentums werden: Das ist die Aufgabe unserer Zeit.

Wenn Nietzsche ahnend forderte: „Nicht fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf“, so wird nunmehr seine seherische Hoffnung für uns eine wissende und damit verpflichtende Haltung gegenüber unserem Volk und unserem Blute. Man kann geradezu Voraussagen, daß das XX. Jahrhundert nicht das Jahrhundert der Technik sein wird. Sondern der Blutsgedanke und das Wissen von der Vererbung werden zum tragenden Gedanken unseres Jahrhunderts werden und werden schließlich sein Gesicht zeichnen. In der Forderung nach einer ahnenverantworteten Zucht und ihrer Bejahung innerhalb unseres Volkes wird dieses Jahrhundert seinen geprägten Ausdruck finden.

Es ist von der Vorsehung so bestimmt, daß der Same des Mannes im Schoße des Weibes zum Keime werde, aus welchem die Frucht sich entfalte, und ein neuer Mensch schließlich entsteht. Im ewigen Kreislauf des Seins vollzieht sich dieses Gesetz zur Erhaltung der Art.

Das Weib ist wie der Acker, der den Sämann braucht, um Korn wachsen lassen zu können. Und wie der Acker die Güte der Frucht bedingt, bedingt die Frau den Wert des Kindes. Gewiß, auch ein guter Acker versagt, wenn er schlecht gepflegt wird oder schlechte Saat erhält; aber sicher ist auch, daß die beste Saat nichts nutzt, wenn der Acker nichts taugt. Man kann auch ein anderes Gleichnis wählen: Wie ein guter oder schlechter Spiegel das Bild gut oder schlecht wiedergeben kann, so bestimmt das Blut der Mutter das Wesen des Kindes. Das Blut der Mutter bestimmt, wie der Vater sich in seinem Sohn wiederfindet. Wo das Blut der Mutter gut ist, wird der Vater sein Wesen wiederfinden oder gar gesteigert wiederfinden; wo das Blut der Mutter unterwertig, krank oder faulig war, wird der Sohn den Vater nicht erreichen oder gar ihm Schande bereiten.

Weil das alles aber so ist, muß uns das Weib guter Art, das gesunde Mädchen wertvollen Blutes wieder das werden, was es unseren Vorfahren schon war: heilig! Das Wort „heilig“ sagt, daß es uns „Heil“ bringen soll: wie uns „mächtig“ die „Macht“ und „zornig“ den „Zorn“ bringt. Das gutgeartete, gesunde Mädchen unseres Blutes soll uns wieder „Heil“ bringen.

In ihr wollen wir den schönsten, weil zukunftsträchtigsten Ausdruck unserer eigenen Art verehren. Wer sich verantwortungslos an ihr vergreift, ist ein Volksschädling: Dies muß auch zum neuen Gesetz einer neuen Zeit erhoben werden.

Das alles sind völlig neue Gesichtspunkte, die eine Neuordnung unseres Denkens in weitestem Umfange erfordern. Ein Beispiel: Auf das letzte durchdacht, ist dann die gesunde Schönheit des artgemäßen Weibes unseres Blutes nicht mehr nur eine Frage des Kunstgeschmackes oder ichbezüglichen Kunstgenusses, sondern wird zum Ausdruck unserer im Blute verankerten heiligsten Güter. Schönheit als Ausdruck der Art ist damit eine Aufgabe und eine Verpflichtung zugleich. Die Erziehung des Volksgenossen zum Erkennen der artgemäßen Schönheit und ihre Anerkennung an sich wird damit zu einer edlen Aufgabe des Staates, die um so umfassender ist, je eindeutiger sich der Staat zum Blute seines Volkes bekennt.

Wir wollen nicht mißverstanden werden: Wir leugnen nicht die Seele, wenn wir die artgemäße Schönheit unserer Art als volksverpflichtende Frage des Blutes bejahen. Wir glauben nur, daß die Seele ebenso der Artbedingtheit unterworfen ist wie der Leib. Denn wie ließe es sich sonst erklären, daß es Feiglinge und Helden, vaterlandslose Gesellen und pflichtbewußte Landesverteidiger gibt! Erst aus dem Zusammenklang von Leib und Seele entsteht das Bewußtsein als Anfang und Grundlage des menschlichen Verstandes und der gestaltenden Vernunft. Aus dem Bewußtsein heraus gestaltet erst der Mensch die ihn umgebende Welt zu jener Ordnung, welche ihm seine innere Stimme befiehlt und die daher zweifellos seelischen Ursprungs ist.

Wir leugnen daher nicht die Seele, wenn wir den Leib bejahen. Wir teilen nur beiden, dem Leibe sowohl wie der Seele, den entsprechenden Anteil am Zustandekommen des vollkommenen Menschen seiner Art zu. Eine edle Seele mag einen unedlen Körper durchleuchten und verklären, ein edler Leib ohne edle Seele mag peinlich wirken: jenes mag erfreuen, dieses beleidigen. Solche Feststellungen mögen in der Bewertung menschlicher Einzelschicksale eine große Rolle spielen, ja, sie vermögen hier oft von entscheidender Bedeutung bei der Bewertung eines Menschen zu sein. Trotzdem enthebt uns dies nicht der Aufgabe, in den Fragen der Art, d.h. in Fragen des Blutes, Leib und Seele zu berücksichtigen und zu werten. Und damit wird bei aller Bejahung der Seele die Vollkommenheit des Leibes, wenn sie Ausdruck artgemäßer und artgerechter Schönheit ist, zum verpflichtenden Grundgedanken einer ahnenverantworteten Zuchtaufgabe an unserem Blute.

Wir sagten schon oben, daß es von der Vorsehung so bestimmt ist: Der Mann pflanzt sich nur durch das Weib fort. Das Weib ist also entscheidend für die erbwertliche Vollkommenheitsstufe der von ihm geborenen Kinder. Wie die Gleisweiche die Richtung der Schienen bestimmt, auf denen der Zug hinfahren kann, bestimmt das Blut des Weibes den Erbwert und damit die Entwicklungsmöglichkeiten seiner Kinder. Das Weib ist Erhalter, Mehrer und Heger unseres Blutes ebenso, wie es durch sein Blut die Entwicklungsrichtung eines Geschlechtes zu dessen Unheil zu bestimmen vermag, mindestens die Entwicklungsmöglichkeiten eines Geschlechtes einzuengen vermag.

Es ist ein Grundgesetz des Lebens, daß der Mann sich durch Leistung, die seiner angeborenen Art entspricht, ausweise, um vor seiner Art bestehen zu können. Das Artgesetz des Mannes im Lebenskämpfe heißt Leistung: und zwar nicht Leistung schlechthin, sondern Leistung für sein Blut und für sein Volk. Beim Manne wirkt es immer lächerlich, wenn er sich auf Vorfahren beruft, ohne sich auch gleichzeitig dieser Vorfahren durch eigene Leistungen gleichwertig zu zeigen. Vorfahren sind immer nur ein Ausweis auf Leistungen, niemals ein Beweis für Leistungen. Erst die artgemäße Leistung beweist den Mann. Edles Wesen und edle Gestalt, auch edle Vorfahren mögen beim Manne Hoffnungen erwecken, aber Beweis seines Wesens bleibt stets nur seine artgerechte Leistung. In diesem Gedanken wurzelte ursprünglich der Sinn des Ritterschlages, welcher den zum Ritter Geborenen erst auf Grund ritterlicher Leistungen unter die Edlen aufnahm; auf solche Überlegungen ging auch die mittelalterliche Meisterprüfung im Handwerk zurück, welche den Gesellen erst nach handwerklicher und seelischer Erprobung unter die Meister aufnahm. Im Offizierkorps unseres Heeres haben sich die Grundsätze noch heute lebendig erhalten.

Des Weibes Leistung für ihr Volk und ihre Art sind ihre Kinder. Wenn nicht besondere Umstände Kinderlosigkeit bedingen, gilt dieser Grundsatz. Kinder sind aber an Voraussetzungen geknüpft, welche ein reifgewordenes Mädchen erst als Frau und Mutter unter Beweis stellen kann, nicht aber als Jungfrau. Des Weibes edelste Leistung, das Kind, ist also vor der Ehe oder überhaupt vor jeder Gattenwahl nur schwer oder vielmehr gar nicht zu erproben, da man bestenfalls die eingetretene Schwangerschaft feststellen wird, aber damit über das zu erwartende Kind noch nichts weiß. Der Wert eines Mädchens als Mutter ist für einen Mann zunächst unmittelbar nicht feststellbar. Der Mann muß von mittelbaren Überlegungen ausgehen, um zu einer Bewertung zu kommen. Schönheit und Anmut, Gesundheit und Blutsadel sind z.B. beim jungen Mädchen unserer Art Leistungsmerkmale, an die sich ein Mann halten kann, wenn er sich ein Bild von der zukünftigen Mutter seiner vor seinen Ahnen zu verantwortenden Kinder machen will. Das Wissen von den leiblichen und seelischen Werten eines jungen Mädchens ist daher beim Manne eine der wesentlichsten Voraussetzungen, um den Fragen der Fortpflanzung seines Blutes und damit den Fragen der Aufartung unseres Volkes nicht blöde gegenüberzustehen. Derartgerechte Mann unseres Volkes, der Kinder will, wird zukünftig geschult sein müssen, das Auslesevorbild des Weibes seiner Art erkennen und beurteilen zu können.

Diese Feststellung bedeutet grundsätzlich auch ein Bekenntnis zum Leibe als dem artgemäßen Ausdruck unseres Blutes. Hier wird die Neuordnung unseres Denkens vom Blutsgedanken her sehr weittragende Folgen haben, wenn wir nicht im Bereich rein geistiger Auseinandersetzungen steckenbleiben wollen. Wir dienen nicht den Lebensgesetzlichkeiten unseres Blutes, wenn wir unsere Erkenntnisse hierüber, statt sie in die Wirklichkeit unserer Umwelt so einzugliedern und einzuordnen, daß sie fruchtbar für uns werden, immer nur geistig von Papier zu Papier erörtern. Die Erkenntnis vom Gesetz des Blutes zwingt uns dazu, den Leib als Ausdruck unserer Art anzuerkennen. Wenn man dies nicht tut, oder nicht zu tun vermag, oder zu tun zu feige ist, bleibt alles Gerede vom Blute letzten Endes nur eine Halbheit. Das Rechte wissen und nicht tun, ist Feigheit oder Minderwertigkeit.

Das Bekenntnis zum Leibe schließt den Leib als Ganzes ein. Den sichtbaren Teil des Leibes im Spiele modischer Enthüllungen oder Verhüllungen zu bejahen, ist noch kein Bekenntnis zum Leibe. Auch darüber werde man sich ganz klar. Der Leib als Ganzes ist uns von Gott gegeben, durchaus nicht nur das, was die Launen der Moden zu zeigen gestatten.

Es kommt darauf an, den Leib wieder einzubeziehen in die Ordnung unseres Daseins, insbesondere unseres täglichen Lebens. Das bedeutet, auf das letzte durchdacht, die Nacktheit grundsätzlich zu bejahen. Es bedeutet aber nicht, die Nacktheit um ihrer selbst willen zu bejahen, sondern es bedeutet, die Nacktheit um der Bedeutung des Blutes willen zu bejahen und damit dieses Blut lebendige Wirklichkeit werden zu lassen. So gesehen, wird das Ganze dann zu einer Frage der inneren Haltung gegenüber der Nacktheit, ist damit aber noch lange keine Angelegenheit von Handlungen auf dem Gebiet der Nacktheit. Letztes ist eine Frage des Taktes und der Schicklichkeit und gehört nicht in den Rahmen dieser Betrachtungen hinein.

Aber diese innere Entscheidung in dieser Frage ist notwendig, weil die Lebensgesetze des Blutes keine Halbheiten dulden und eine klare Stellungnahme erfordern. Sicher ist nur, daß alles Unsinn ist, was die Nacktheit einfach mit Unsittlichkeit gleichsetzt.

Unsere Vorfahren waren ein leibesbejahendes Volk, das in diesen Fragen unverbildet dachte. Diese Haltung war keine barbarische Primitivität, wie man es so gern hinstellt. Die Sitte der unbefangenen Leibesbejahung unserer Vorfahren hat sich in Deutschland bis zum Dreißigjährigen Krieg und in Schweden und Finnland bis in unsere Zeit hinein erhalten. Wir sind in dieser Beziehung über die Verhältnisse bei unseren germanischen Vorfahren sehr genau unterrichtet. So sagen z.B.:

Tacitus (20):

„Durchweg im Haufe nackt wächst die Jugend heran zu dem Gliederbau, zu der Leibesgestalt, die wir anstaunen.“

Cäsar (Gallischer Krieg, VI. Buch):

„Von Kindheit auf streben sie nach Übung und Abhärtung. Wer sich am längsten des Geschlechtsverkehrs enthält, erntet das größte Lob; das erhöht den Wuchs, glauben sie, mehre die Kraft und stärke die Sehnen. Vor dem zwanzigsten Jahre Umgang mit einem Weibe gehabt zu haben, gehört zu den schimpflichsten Vorwürfen; und doch herrscht keine Heimlichtuerei in diesen Dingen, da sie gemeinsam in den Flüssen baden und sich so kleiden, daß ein großer Teil des Leibes nackt bleibt.“

Erst die Kirche hat in dieser Frage verfemend eingegriffen, doch ist sie mit ihrer Auffassung niemals restlos durchgedrungen. Die Kirchenväter stellen z.B. dem gemeinsamen Baden der Geschlechter gegenüber den Jungfrauen fest: „daß diese ihre der Schamhaftigkeit und Züchtigkeit geweihten Körper den nach Wollust gierigen Augen zur Schau stellen.“ Aber nur sehr, sehr langsam vermochte eine solche, völlig ungermanische Auffassung innerhalb unseres Volkes Fuß zu fassen.

Der Schlüssel zum Verständnis dieses Gegensatzes der Auffassungen in der Geschichte unseres Volkes ist wohl nur darin zu finden, daß den Germanen die Erziehung ihrer Jugend zur Unbefangenheit in allen Fragen des Leibes ein Mittel zur Gesunderhaltung ihrer Art und ihres Blutes bedeutete, während die Kirche, weil sie vielleicht die Tatsache der unterschiedlichen Wertigkeit des Blutes mit den Voraussetzungen ihrer Lehre von der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt, nicht in Einklang brachte, den Leib verfemte und so den Weg frei machte, nur noch die Seele zum Wertinhalt ihrer Lehre zu machen. Vielleicht ist es auch nur die einseitige Bejahung der Seelen gewesen, welche kirchliche Kreise zu der Einstellung kommen ließ, den Leib und insbesondere alles, was man an diesem mit Gustav Frenssen das „Quellgebiet des Lebens“ nennen könnte, nur noch als Gefäß des Triebhaften gelten zu lassen und damit als Sünde abzulehnen. Jedenfalls kam es schließlich dahin, daß schöne und gutgeartete Mädchen geradezu zum Ziele und zum Freiwild für die Verfolgungswut fanatisierter Menschen werden konnten. Die Schönheit wurde zum Fluch. In der grauenhaftesten Zeit der deutschen Geschichte, in der Zeit der geistigen Seuche der massenhaften Hexenverfolgungen, verröchelten hunderte, ja, tausende deutscher Mädchen unter Hohn und Martern ihr Leben, statt ihrem Volke als Mutter seine Lebenskraft zu erhalten. Diese Hexen verfolg ungen gehen ohne Zweifel zu Lasten der Diener der Kirchen, aber es ist sehr zweifelhaft, ob sie auch zu Lasten der Lehren der Kirche gehen. Kein Zweifel ist heute aber mehr möglich, daß Ursache und Vollstreckung dieses Irrsinns weitestgehend zu Lasten desjenigen Volkes gehen, das Jahwe anbetet und nicht unseren Gott, und welches mit diesen Hexenverfolgungen eine zielbewußte Gegenauslese in unserem Blute durchgeführt hat.

In ihrer Auswirkung ebenso schlimm war während der letzten hundert Jahre hindurch auch eine andere Vergeudung wertvoller Erbströme unseres Blutes: die jüdische Entweihung der deutschen Frau. Hatte die Kirche durch die Hexenverfolgungen massenhaft wertvollstes Blut seiner natürlichen Bestimmung entzogen, so war dieser Weg des Judentums im XIX. Jahrhundert, insbesondere in der unmittelbar hinter uns liegenden Zeit, zwar unblutiger, aber in seiner Auswirkung auf unsere Volkskraft durchaus nicht weniger wirksam. Die jüdische Entweihung der deutschen Frau entspricht den kirchlichen Hexenverfolgungen; beides hat einen gemeinsamen geistigen Vater: Jahwe!

Es ist wohl kein Zweifel, daß das, was uns Tacitus und Cäsar von unseren Vorfahren berichten und wir oben anführten, die Grundlagen jener unbändigen germanischen Volkskraft mitschaffen half, welche das letzte Jahrtausend der deutschen Geschichte getragen haben, und von der wir noch heute zehren. Denn was wir noch sind und leisten, verdanken wir nur dem germanischen Blutsanteil in uns. Wir haben allen Grund, zu ähnlichen Auffassungen der Sittlichkeit unserer germanischen Vorfahren zurückzukehren, wie sie uns überliefert worden sind, nachdem uns unser Jahrhundert wieder den Wert und die Bedeutung des Blutes hat erkennen lassen.

Welcher Weg hierbei einzuschlagen ist, braucht hier nicht erörtert zu werden und ist auch belanglos, da ihn das Taktgefühl und das Schicklichkeitsgefühl unseres Volkes schon finden wird, wenn es überhaupt erst einmal erkannt hat, daß auch dies eine Aufgabe ist, die es einmal irgendwie meistern muß.

Wir kommen zum Schluß! Unser Jahrhundert hat uns das Tor weit geöffnet, um ein neues Gebiet mit neuen Erkenntnissen zu erblicken. Weitestgehend unerschlossen liegt dieses Gebiet noch vor uns. Und mehr ahnend als wissend fühlen wir die neuen und großen Aufgaben auf uns zukommen, die das Wissen von der Erblichkeit des Blutes uns vermittelt.

Diese Aufgaben wollen gemeistert sein und werden gemeistert werden müssen. Deutsche Menschen haben das Licht von der Erkenntnis der Vererbung an der Schwelle unseres Jahrhunderts wieder entzündet. Deutschland ist als Schauplatz dieser Erkenntnis vom Schicksal ausersehen worden. Das Deutsche Volk wird sich somit seiner Aufgabe nicht entziehen können, auf diesem Wege der Erkenntnis weiterzuschreiten und das Licht vom Bewußtsein der Heiligkeit des Blutes zu bewahren und hell unter den Völkern der Welt leuchten zu lassen.

Die Bejahung der Lebensgesetze unseres Blutes, die Verehrung der Ahnen, welchen wir unser Blut verdanken, und die in ahnenverantworteter Zucht geborenen Kinder aus unserem Blut sind die neuen Tafeln zu einem neuen deutschen Zeitalter. Am Ende dieses Weges, den wir Deutsche an der Schwelle dieses Jahrhunderts beschriften haben, wird sein der edle Mensch von deutscher Art.

Vor uns steht die Aufgabe, das neuzeitliche Leben unserer Städte und unsere Technik in Einklang zu bringen mit den Lebensgesetzen unseres Blutes. Blut ohne Boden verfließt. Das wissen wir. Wir wissen auch, daß Blut ohne Zucht und Ahnenverantwortung keinen Bestand hat. Für uns Deutsche gilt das Gesetz, daß Blut ohne Boden sich auf die Dauer nicht lebendig zu erhalten vermag. Wir dürfen unser Blut nicht in einer Großstadtzivilisation versickern lassen. Nicht gegen die Stadt wendet sich unsere Losung, sondern wir versuchen ihren Einbau in die lebensgesetzliche Ordnung unseres Volkstums und die Überwindung ihrer für unser Blut tödlichen Eigenschaften. Blut und Boden werden dann auch wieder die tragenden Säulen einer lebensgesetzlichen Wirklichkeit unseres Volkes werden, welche die Geschlechter unseres Volkes in die Ewigkeit hinein lebendig erhalten.

Den prahlerischen Ideen des Jahres 1789, den Ideen von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit, die den Verbrecher wie den Edlen werten, und ihrer lebensentfremdenden, die Heiligkeit des Blutes veruntreuenden Vergottung der Vernunft setzen wir entgegen das Gesetz unseres Blutes. Auf der Grundlage unseres von unseren Ahnen überkommenen Blutes begreifen wir zukünftig unser Volk. Wir gliedern dieses Volk nach der Leistung des einzelnen Volksgenossen auf und geben ihm damit eine gerechte und lebensgesetzliche Ordnung. Im Reichsgedanken lassen wir unser Volk als Ganzes sich begreifen und bringen es als Reich zu seiner staatlichen Auswirkung. So kommen wir vom Blutsgedanken her zur Umwertung aller Werte, ein Vorgang, welcher uns aber die neue Erkenntnis vom Wert und Wesen des deutschen Menschen schenkt und damit aber auch wieder die neue Grundlage schafft, durch diesen deutschen Menschen eine neue Blüte deutscher Art und deutscher Kultur erstehen zu lassen.

Hier wird ersichtlich, daß der Blutsgedanke als solcher der tragende Gedanke des XX. Jahrhunderts werden wird und alle Probleme des XX. Jahrhunderts nur gemessen werden können an ihrer Beziehung zum Blutsgedanken. Die Sieger in dieser geistigen Auseinandersetzung des XX. Jahrhunderts werden nicht diejenigen sein, die aus Alltagsbequemlichkeit heraus zu taktischen Kompromißlösungen in den Fragen des Blutsgedankens neigen, sondern diejenigen, die den Mut haben werden, den Blutsgedanken bis in die letzten Folgerungen hinein zu durchdenken und zu bejahen.

Am Anfang allen Geschehens steht stets der Wille. Wenn wir uns nur erst einmal zu unserem Blute und zu seinen Lebensgesetzen rückhaltlos und bedingungslos bekennen wollen, dann werden auch bald die Mittel und Wege gefunden werden, welche notwendig sind, um unser Blut in die Zukunft hinein lebendig zu erhalten. Wir haben unser Jahrhundert zu bejahen und zu meistern:

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Siehe auch:
Im Muttertum liegt die höchste Ehre der Frau
Ehre ist das gemeinsame Ideal von Frau und Mann
Arbeitsmaiden und Kinder im 3. Reich
Arbeitsmaiden im 3. Reich
In bäuerlicher Gesittung lebt die germanische Ehrauffassung weiter
Germanengut im Zunftbrauch
Wolfgang Willrich – Frauenzeichnungen
Wolfgang Willrich – Männerzeichnungen
Wolfgang Willrich – Bauerntum als Heger Deutschen Blutes
Galerie – Wolfgang Willrich – Bauerntum als Heger Deutschen Blutes